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DJK-Turnierserie: „Es ist prima gelaufen“ Empfehlung

Hätte es einen würdigeren Abschluss für die Budenzauber-Serie der DJK Blau-Weiß Greven geben können? Als am Dienstagabend um kurz vor 21 Uhr nach eineinhalb Wochen voller Hallenfußball der letzte Abpfiff ertönte, hatte alles, aber auch wirklich alles seine Ordnung: Die Zuschauer in der Emshalle applaudierten Siegern und Geschlagenen des D1-Junioren-Turniers, abgekämpfte Spieler verzehrten die letzten köstlichen Pausen-Snacks und – um zum Sportlichen zurückzukehren – ein Gästeteam feierte den Turniersieg. Westfalia Gemen schlug die D-Jugend des Oberligisten Wuppertaler SV in einem sehenswerten Endspiel, in dem wieder einmal ein Neunmeter-Schießen herhalten musste, um einen Gewinner zu finden. 1:1 hieß es nach regulärer Spielzeit zwischen den beiden verdienten Finalisten, dann flatterten bei den leicht favorisierten Wuppertalern offensichtlich die Nerven: Drei Fehlschüsse vom Punkt erlaubte sich der WSV – und Gemens Torwart musste nach seiner dritten Parade in Deckung gehen, um nicht von seinen jubelnden Teamkollegen umgerannt zu werden.

Solche „Sorgen“ waren den Grevener Teams gänzlich fremd: Mit zwei Abordnungen der gastgebenden DJK und der D1 des SC Greven 09 waren die hiesigen Klubs zahlreich vertreten – allerdings nur bis zum Viertelfinale, wo mit dem SC 09 der letzte Lokalmatador ausschied. Doch dass die Gastgeber in einem ihrer eigenen Turniere mal richtig weit kommen, passiert ohnehin eher selten. „Unsere Mannschaften sollen vor allem Spaß daran haben, sich mit bärenstarken Gegnern zu messen“, erklärte Mitorganisator Thomas Scheffler-Talmann.

Der war den Blau-Weißen – obwohl beide DJK-Truppen Schlusslicht ihrer Vorrundengruppen wurden – anzumerken: Logisch, vor heimischem Publikum brannte jeder Nachwuchs-Kicker auf seinen Einsatz. Dass die Emotionen trotz allen Eifers nie überkochten, war zuvorderst den Schiedsrichtern zu verdanken, die seit dieser Hallensaison mit einigen Regelreformen umgehen müssen: Was kein Problem darstellte, wie Kult-Referee Josef Dömer zu Protokoll gab. Seit rund 20 Jahren pfeift er schon bei den DJK-Turnieren. „Der neue sprungreduzierte Ball ist zwar gewöhnungsbedürftig, aber unter dem Strich besser“, fand Dömer. Einzig davon, dass die Torhüter in der Spieleröffnung jetzt Abwürfe bis hinter die Mittellinie ausführen dürfen, hielten die Unparteiischen wenig: „Wenn es dumm läuft, können die Keeper den Ball zehn Minuten lang von Tor zu Tor schmeißen“, schüttelte Dömer den Kopf, kam aber zum gleichen Fazit wie die Veranstalter von der DJK: „Es ist prima und sehr fair gelaufen“.

Von Stefan Bamberg 

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