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Weißer Sport in der Emsaue? Empfehlung

Die DJK BW Greven plant den Bau einer vereinseigenen Tennisanlage in der Emsaue. Vor einem Jahr fusionierte der Verein mit dem Top-Tennis-Club. Ziel aller Beteiligten war es, die Anlage an der Gutenbergstraße langfristig zu sichern – entsprechende Verhandlungen blieben bislang ergebnislos. Gut ein Jahr ist es her, dass sich die Vereine Top-Tennis Greven und DJK BW Greven zusammengeschlossen haben. Die DJK erhoffte sich, ihr Angebot um die Tennis-Sparte erweitern zu können und begrüßte rund 150 neue Mitglieder. Gemeinsam mit den Verantwortlichen von Top-Tennis wurden Pläne erarbeitet, weiterhin die vorhandenen Tennisplätze an der Gutenbergstraße zu nutzen. Durch Verträge mit den Eigentümern sollte ein Vertragswerk die langfristige Nutzung der Anlage sicherstellen. Wie nun bekannt wurde, konnten die Verhandlungen nicht zu einem erfolgreichen Ende geführt werden, was im Umkehrschluss bedeutet, dass den Tennisspielern kurz- bis mittelfristig keine Möglichkeit mehr gegeben ist, ihren Sport auszuüben. Eine Nutzung der Anlage bis zum Ende des Sommers wird wahrscheinlich möglich sein, danach aber ist endgültig Schluss an der Gutenbergstraße.

So oder so – die Verantwortlichen auf Seiten der DJK sahen sich zum proaktiven Handeln veranlasst und haben kurzerhand alternative Pläne entwickelt. Es gibt mehrere Szenarien, die alle auf das gleiche Ende hinauslaufen: Die DJK möchte innerhalb der Emsaue eine eigene Tennisanlage bauen.

„Wir haben mehrere Szenarien durchgespielt“, sagt Präsident Stephan Bothe. Diese sollen im Ausschuss für Schulen, Kultur und Sport heute Abend (17 Uhr) vorgestellt werden. Was alle Optionen gleich haben: Die Kosten werden von der DJK getragen. Dem Verein, so sagt es Bothe, liege die Entwicklung der Emsaue am Herzen.

„Die kommunale Haushaltslage ist sicher nicht überall zum Besten bestellt und angespannt. Vereine werden sich in Zukunft immer mehr um ihre Sport-Anlagen kümmern müssen.“

Drei Alternativen sollen dem Ausschuss vorgestellt werden:

►  Denkbar ist, dass vier Tennisplätze auf dem Trainingsgelände im südlichen Teil der Sportanlage angelegt werden. Diese Alternative hätte zur Folge, dass die vorhandene Sportanlage möglicherweise umgebaut werden müsste.

► Vorstellbar ist auch, die vier Tennisplätze auf dem Tennenplatz anzulegen. Da aber der Tennenplatz entfallen würde, hätte die Umsetzung erhebliche Auswirkungen auf den Spielbetrieb der DJK-Fußballabteilung.

► Die favorisierte Alternative sieht vor, die Tennisanlage nördlich des Vereinsheims zu errichten. Dort liegt eine kleine überwucherte 3374 Quadratmeter große Brachfläche, das sich derzeit in Privatbesitz befindet. Da die Fläche derzeit ungenutzt ist, gäbe es keine Auswirkungen auf die bestehende Nutzung der Sportanlage Emsaue.

„Wir hoffen, dass die dritte Alternative allgemeine Zustimmung findet. Wir vom Verein halten das für die sinnvollste Lösung“, erklärt Bothe. Mit dem Inhaber ist man sich bereits einig. Im Falle der Zustimmung aller Beteiligten könnte alles ganz schnell gehen. „Wir haben verschiedene Anfragen gestellt. Innerhalb von zwei Monaten könnten bei entsprechenden Witterungsbedingungen die Plätze in Betrieb genommen werden.“ Es sei schließlich auch in der Verantwortung des Vereins, „den Mitgliedern zu ermöglichen, weiterhin ihren Sport ausüben zu kommen“.

Von Ulrich Schaper