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Tennisplätze, Kunstrasen und Mehrzweckhalle in der Emsaue Empfehlung

Die DJK BW Greven darf ihre Tennisanlage auf dem Gelände der Emsaue bauen. Das hat der Schul- und Sportausschuss in seiner Sitzung am Mittwoch beschlossen. Das Projekt steht am Anfang einer Reihe von Baumaßnahmen, mit denen der Verein die Emsaue weiterentwickeln und aufwerten möchte.

Die DJK kann – wie angedacht – die vier Tennisplätze nördlich des Vereinsheims bauen. Die Mitglieder des Schul- und Sportausschusses stimmten den Plänen am Mittwochabend einstimmig zu. „Ein gelungenes Projekt, das eine sehr interessante Perspektive für die Sportler in Greven bietet“, fasste Michael Kösters-Kraft die allgemeine Zustimmung zusammen.

Der Verein wird die 3400 Quadratmeter große Fläche von einem Privatmann kaufen, Büsche und Bäume abholzen und die Tennisplätze bauen – und das möglichst schnell. Denn schon mit Beginn der Außensaison sollen die Plätze genutzt werden. „Wir haben zwar eine Option, die Plätze an der Gutenbergstraße in diesem Sommer noch nutzen zu können. Aber wir gehen davon aus, dass diese Vereinbarung nicht zustande kommt“, sagte DJK-Vizepräsident Rainer Koch.

Mitgliedsbeiträge, Zuschütte und Sponsoren

Kauf der Grundstücke und Bau der Tennisplätze sollen zusammen rund 290 000 Euro kosten. „Die Summe kann allein von der Tennisabteilung des Vereins getragen werden“, sagte DJK Präsident Stephan Bothe. Aber damit nicht genug. Zusätzlich möchte der Verein den Tennenplatz in einen Kunstrasenplatz umbauen (rund 500 000 Euro) und zum Schluss eine Mehrzweckhalle bauen (Kosten stehen noch nicht fest) – alles finanziert durch Mitgliedsbeiträge, Zuschüsse und Sponsoren. „Aber natürlich nur, wenn sichergestellt ist, dass langfristig eine schwarze Null unter der Abrechnung steht“, verdeutlichte Bothe.

Sehr zur Freude von Wolfgang Beckermann. „Als Kämmerer freut es mich besonders, dass die Stadt bei der Finanzierung außen vor ist“, sagte er. Und auch Michael Zweihaus freute sich. „Man findet es nicht häufig, dass bei solchen Projekten die Erwartungshaltung an die Stadt von einem hohen Realitätssinn geprägt ist.“

Grundlage für die letztgenannten Pläne ist die Erweiterung des bestehenden Überlassungsvertrages für das Vereinsheim auf die Sportflächen. „Wir wollen sowieso alle Vereinbarungen mit Sportvereinen zur Nutzung von Sportanlagen in nächster Zeit genauer betrachten“, erklärte Beckermann dazu. Aber: Darüber wurde am Mittwochabend sowieso nicht entschieden. Es ging zunächst nur um das Tennisplatz-Projekt.

Wie gesagt: Es gab Lob von allen Seiten für die geplanten Projekte. Und: Besonders für den Plan der DJK, für die nötigen Abholzungen einen freiwilligen Ausgleich zu schaffen, gab es Zustimmung. „Längst des Deichs wollen wir Ersatzpflanzungen anlegen und ein Biotop schaffen“, erklärte Projektleiter Koch. „Sehr erfreulich, dass das freiwillig gemacht werden soll“, so Kösters-Kraft.

Von Peter Beckmann