Diese Seite drucken

Eine Bank: Auf Matthias Kaltmeier können sich Grevens Tischtennis-Herren verlassen Empfehlung

Die Landesliga-Herren der DJK BW Greven eilen derzeit von Sieg zu Sieg. Fast logisch, dass sie nun auch die Tabellenspitze erobert haben. Einer, der beharrlich seine Punkte abliefert, ist Matthias Kaltmeier. Der Grevener spielt an Position sechs und ist seit Monaten ungeschlagen. 20:0 lautet seine imposante Bilanz. Im Gespräch mit Sportredakteur Ulrich Schaper sprach er über einen möglichen Aufstieg und seine beeindruckende Siegesserie.

Herr Kaltmeier, Sie haben nun 20-Einzel-Siege in Serie gefeiert, was bedeutet Ihnen diese Zahl?

Matthias Kaltmeier: Das freut einen natürlich schon. Jeder gewinnt ja gerne. Und so eine Serie hat man nicht oft in seiner Laufbahn. Ich weiß, dass ich für die Position, an der ich aufgestellt bin – also im unteren Paarkreuz – sehr gut bin. Diese Konstanz hat mich dann aber auch selbst überrascht. Vor allem, weil ich ja mit zwei Niederlagen in die Saison gestartet bin.

Fühlen Sie sich durch diese Serie jetzt unter Druck gesetzt? Haben Sie das Gefühl, immer gewinnen zu müssen?

Matthias Kaltmeier: Natürlich hat man immer den Ansporn, zu gewinnen. Ich will ja der Mannschaft durch meine Siege auch helfen. Ich merke das aber nicht, dass ich da jetzt einen besonderen Druck habe. Bei einigen Gegnern, die das wissen, merkt man, dass die besonders heiß sind, dieser Serie ein Ende zu setzen. Das ist für mich allerdings wiederum eine Motivation, das nicht zuzulassen.

Sie sind auf der Position sechs gesetzt, um Siege einzufahren. Haben Sie schon mal daran gedacht – aufgrund ihrer Leistung – ins mittlere Paarkreuz zu rücken?

Matthias Kaltmeier: Dem sind durch die Verbandsstatuten ja auch gewisse Grenzen gesetzt. Von der Leistung her könnte ich sicher auch im mittleren Paarkreuz spielen. Dort haben wir aber auch zwei gute Leute, die ihre Leistung bringen. Für die Mannschaft macht es mehr Sinn, dass ich dort spiele, wo ich derzeit gesetzt bin.

Wie viel Aufwand betreiben Sie, um die momentane Leistung abrufen zu können?

Matthias Kaltmeier: Wir haben drei Trainingszeiten pro Woche. Ich versuche, zumindest zwei davon wahrzunehmen.

Profitieren Sie auch von den erfahrenen Spielern, wie etwa Reinhard Rothe?

Matthias Kaltmeier: Reinhard ist ja nicht nur als Spieler sondern auch als Trainer erfolgreich gewesen und kann Hinweise geben. Oft sind das Dinge, die man bei sich selbst nicht so einfach identifizieren kann. Das hilft enorm, natürlich. Es ist auch nicht selbstverständlich, dass er diese Leistung so abruft. Er ist einer der ältesten aber auch einer der besten Spieler der Liga.

Hand aufs Herz: Wer gewinnt im Duell Alt gegen Jung?

Matthias Kaltmeier: Meistens Reinhard – mittlerweile gewinne ich aber häufiger.

Wie würden Sie selbst ihr Spiel beschreiben? Es gibt ja Spieler, die wurden wegen ihrer Defensiv- andere wegen ihrer Offensiv-Aktionen berühmt?

Matthias Kaltmeier: Einige Leute sagen, ich hätte ein komisches Spiel. Ich nehme das erst einmal als Kompliment. Ich bin ein relativ ballsicherer Spieler und versuche, wenig eigene Fehler zu machen. Ich habe ein gutes Auge und kann über die Platzierung der Bälle viel Druck machen – ohne wilde Angriffschläge riskieren zu müssen.

Gibt es Siege, die in besonderer Erinnerung geblieben sind?

Matthias Kaltmeier: Dazu zählt sicher der sehr glückliche Sieg gegen unseren ehemaligen Spieler Michael Wenk. Das Spiel hätte ich eigentlich nicht gewinnen dürfen. Aber so ist das: derjenige, der einen Lauf hat, hat dann auch noch Glück?

Vergisst man irgendwann, wie es sich anfühlt zu verlieren?

Matthias Kaltmeier: Ganz sicher nicht. Dazu verliere ich im Training noch oft genug.