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Höhenluft tut gut: DJK BW Greven will Platz zwei behalten

Die DJK-Fußballer haben Großes vor. Das lässt der Blick auf den Vorbereitungsplan erahnen, den Matthias Schmitte mit seiner Mannschaft seit drei Wochen abarbeitet: Fünf Trainingseinheiten pro Woche hat der Übungsleiter anberaumt. „Einige Spieler sehen mich derzeit häufiger als ihre Freundin“, sagt er. Wenn das nicht nach Ärger riecht... Die Entschlossenheit beim B-Ligisten scheint groß, den perspektivreichen Tabellenplatz zwei mit allen Kräften zu behaupten. Und auch die personellen Alternativen klingen verheißungsvoll. Doch es gibt auch Stolperfallen.

Warum die DJK Blau-Weiß in ihrer vierwöchigen Vorbereitung Vollgas gibt, erklärt das Programm, mit dem die Winterpause endet. Am kommenden Sonntag bekommt es die Mannschaft zunächst mit dem letzten ernsthaften Verfolger im Kampf um Platz zwei zu tun. Überhaupt dürfte sich an der B-Liga-Spitze nahezu alles um diese Position drehen. Während Tabellenführer Altenberge (48 Punkte) der Konkurrenz bereits enteilt ist, verbleiben für den Zweikampf um die Vizemeisterschaft und eine mögliche Aufstiegsrelegation nur noch die DJK (39) und Germania Mauritz (37). Das Feld dahinter, das vom SC Greven 09 II (31) angeführt wird, scheint ebenfalls abgehängt zu sein.

„Das Mauritz-Spiel ist ein wichtiger Fingerzeit“, betont Schmitte die Bedeutung des Ausgang dieser Partie. Im Falle eines Heimerfolges könnte sein Team den Vorsprung auf fünf Punkte ausbauen, um dann in der Woche darauf ohne großen Druck beim verlustpunktfreien Tabellenführer Altenberge vorstellig zu werden. Was auch die intensive Vorbereitung erklärt. Ein erster Probelauf gegen Teuto Riesenbeck II (5:2) ist geglückt, das zweite Testspiel gegen den SC Hörstel ist am vergangenen Samstag ausgefallen. „Das reicht aus meiner Sicht“, begnügt sich Schmitte mit vergleichsweise wenigen Vorbereitungsspielen.

Eingespielt ist sein Team ohnehin. Personell gibt es nämlich keine Veränderungen im Vergleich zur Hinrunde. Allerdings muss Schmitte zunächst ohne Ersatzkeeper Hendrik Mester planen, der sich einen Kreuzbandriss zugezogen hat. Außerdem laboriert Stefan Woita an einer Sprunggelenkverletzung und muss mehrere Wochen pausieren. Obwohl sich damit die Zahl der Ausfälle mit Nils Niehues, Oliver Wiethölter und Bernd Block auf sechs erhöht, bereitet die Personaldecke dem Trainer wenig Sorgen. Auch weil Marcel Brands nach überstandener Verletzung wieder im Kader steht, verfügt Matthias Schmitte noch immer über 23 Spieler. „Uns zeichnet eine gute Mischung aus“, freut sich der Trainer über diese Konstanz und gibt sich zuversichtlich, dass genau diese Spieler es richten und die großen Pläne erfolgreich meistern werden.

Ob es am Ende für den Aufstieg reichen könnte? An diesem Punkt gibt sich Schmitte betont zurückhaltend. „Es gibt noch zu viele Unsicherheiten“, verweist der DJK-Trainer auf die ungeklärte Frage, was der zweite Tabellenplatz in der Endabrechnung Wert ist. Ebenfalls unbeantwortet bleibt die Frage nach der Zukunft Schmittes bei der DJK, für die er im vierten Jahr sportlich verantwortlich ist. Zum Auftakt am 21. Februar wollen sich Verein und Trainer erklären, wie es nach dieser B-Liga-Saison weitergeht.

Von Sven Thiele

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