Sportler ziehen ein, Flüchtlinge aus Empfehlung

Das DJK-SportCentrum, auch Standort für DLRG und den Stadtsportverband, wird noch bis Ende April als Unterbringungsstandort für Flüchtlinge genutzt. Dann werden die Bewohner anderweitig untergebracht. „Ja“, bestätigen die beiden Vertragspartner kurz und knapp. Das DJK-Sport-Centrum, auch Standort für DLRG und den Stadtsportverband, wird noch bis Ende April als Unterbringungsstandort für Flüchtlinge genutzt. Eigentlich sah der Vertrag zwischen Stadt und DJK vor, dass das Haus Ende Februar wieder an den Sportverein hätte übergeben werden müssen. Nach einvernehmlichen Gesprächen mit dem DJK-Vorsitzenden Sven Thiele nutzt die Stadt das Haus zunächst weiter. „Bis Anfang Mai“, sagt Beate Tenhaken, Fachbereichsleiterin bei der Stadt Greven. Dann würden die Bewohner anderweitig untergebracht. Für den DJK-Vorsitzenden ist das zu spät. Im Mai will die DJK dort wieder arbeiten, auch weil dann die neuen Tennisplätze spielbereit sind, der Fußballbetrieb auf vollen Touren läuft und die Umkleidekabinen benötigt werden. Da die Räume noch renoviert werden müssten, sei ein früherer Umzug erforderlich, verdeutlicht Thiele.

Priorität allerdings hat für Beate Tenhaken zunächst die Räumung der Notunterkunft an der Ecke Emsdettener Straße / Nordwalder Straße. Das Gebäude, in dem jetzt noch Flüchtlinge untergebracht sind, weicht der Emstor-Bebauung.

Die derzeit entspanntere Situation des Flüchtlingszuzugs sieht Beate Tenhaken mit Vorsicht. „Das war zu dieser Zeit im vergangenen Jahr ganz ähnlich.“ Doch solange sich an den Fluchtgründen nichts ändere, sei spätestens mit Beginn der wärmeren Jahreszeit wieder mit einem Anstieg der Zahlen zu rechnen. In Greven hofft man indes weiter, dass das Land hier eine Zentrale Unterbringungseinheit (ZUE) ansiedeln wird. Mit einer Entscheidung sei spätestens bis zum April zu rechnen. Diese Einrichtung könnte dafür sorgen, dass keine weiteren Flüchtlinge nach Greven geschickt werden, denn die Bewohner der ZUE würden auf die Zuweisungszahlen angerechnet.

Wenn aus der Flüchtlingsunterkunft in der Emsaue wieder das Sportlerheim wird, sind gleichwohl Änderungen in der Nutzung geplant. DJK-Vorsitzender Thiele macht auf den gestiegenen Platzbedarf seines Vereins aufmerksam. Verhandlungen zwischen Verein und Stadt sollen in Kürze geführt werden.

Von Ulrich Reske

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