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Röös geht den Weg weiter mit Empfehlung

Trainer Jürgen Röös bleibt den Fußballerinnen der DJK treu. Nach zwei Jahren Neuaufbau verlängert er um ein Jahr. Mitte 2014 trat Jürgen Röös zum insgesamt dritten Mal in Greven an und sorgte für den Neuaufbau einer Frauenfußballmannschaft bei der DJK Blau-Weiß. Das zunächst auf zwei Jahre befristete Wirken des 55-Jährigen wird „auf jeden Fall noch um ein Jahr verlängert“, sagte der Telgter nach einvernehmlichen Gesprächen mit den Verantwortlichen. Vor der Wiederaufnahme der Partien in der Kreisliga A 1 sind also bereits Weichen gestellt worden. „Perspektivisch soll es hier in Richtung Bezirksliga gehen. Wir haben ja Talente im Club und denen wollen wir etwas bieten“, strebt Röös aus gutem Grund nach Höherem. In der laufenden Serie sind die Karten längst verteilt. Greven wird als aktueller Sechster in der kleinen Zehnerstaffel nichts mit dem Aufstieg zu tu haben. „Unser Ziel war von Anfang an, zwischen Rang drei und sechs abzuschließen“, sagt der Routinier und sieht den kleinen Kader im Soll.

Viel mehr sei kurzfristig nicht drin, denn die Trainingsbeteiligung lässt nach wie vor zu wünschen übrig und macht es Röös schwer, spieltaktische Strukturen zu festigen. „Es ist ja kein Zufall, dass wir über die Disziplin und den Kampf kommen.“ Mit den Tugenden habe der Kader schon einiges bewegt. „Der nächste Schritt muss aber irgendwann folgen.“ Röös nimmt die Spielerinnen in die Pflicht. „Es gab die klare Ansage, dass wir kein Spiel ausfallen lassen werden, nur weil es andere Termine neben dem Sport gibt.“

Gegen höhere Gewalt hilft freilich auch keine noch so große Bereitschaft: Schon Sonntag fehlen mit Svenja Esmyol, Lisa Hille und Jasmin Borgmeier drei Spielerinnen erkrankt. „Ich habe 14 Namen auf dem Zettel“, geht Röös von ausreichender Besetzung aus. Wie gehabt trägt Myriam Stamm einen Großteil der Verantwortung: Die 37-Jährige hat sechs der zehn DJK-Treffer erzielt, nachdem der Trainer sie zur Stürmerin umschulte. Die schnelle Akteurin wird gerne mit langen Bällen eingesetzt. „Myriam ist glücklich mit der neuen Rolle. Sie kann ihr Tempovermögen auf dieser Position besser für uns einsetzen.“ Stolz ist Röös auch auf die Abwehrbilanz: Nur sieben Gegentore sind Beweis für sattelfestes Denken und Handeln.

Von Thomas Austermann
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