Erstaunliche Nicht-Leistung Empfehlung

Aus der DJK Blau-Weiß wird im Kampf um Tabellenplatz zwei anstelle des Gejagten der Jäger. Dafür verantwortlich ist der SV Mauritz Münster, dessen Jagd erfolgreich war. Neun Partien in Folge hatte die DJK Blau-Weiß vor Donnerstagabend gewonnen. Vom Selbstbewusstsein war im Topspiel gegen den SV Mauritz allerdings nichts zu sehen. Nach der verdienten 1:3 (1:2)-Niederlage ist die DJK nur noch Dritter, Mauritz jetzt Zweiter. „Mauritz hatte von der ersten Minute an die bessere Einstellung zum Spiel“, sagte DJK-Coach Eddy Schmitte nach der „erstaunlichen Nicht-Leistung“. Dass der angesetzte Schiedsrichter nicht erschienen war und die Teams eine halbe Stunde warten mussten, ehe sich Vanessa Arlt kurzfristig bereit erklärte zu pfeifen, wollte Schmitte nicht als Alibi für Unmengen an Konzentrations- und Abspielfehler durchgehen lassen: „Damit musste der Gegner auch klar kommen."

Was bei den Grevenern nicht passte, machten die Mauritzer gut: die Abstände zwischen den Mannschaftsteilen, das Nachsetzen, das Zweikampfverhalten, das Zutrauen. So wie Innenverteidiger Lukas Konopka, der nach einem Grevener Ballverlust satt zum 1:0 abschloss (27.). Eine Minute später legte Tim Ahmer ebenso fulminant das 2:0 nach. Die Unordnung, auch ausgelöst durch Marius Watermeyers verletzungsbedingtes Ausscheiden, war besorgniserregend. DJK-Torhüter David Wiethölter verhinderte einen höheren Rückstand und auf der Gegenseite nahm Maurice Seikowski ein Geschenk der Mauritzer gekonnt zum 1:2 an (38.).

Eine Aufholjagd bekamen die Zuschauer in der Emsaue in der zweiten Hälfte aber nicht zu sehen. Nach dem Seitenwechsel spielte nur noch Mauritz. Nach Tim Schwarz‘ Treffer zum 3:1 der Gäste (59.) war das Match entschieden, weil Greven nicht mehr konnte und Mauritz nicht mehr musste.

„Der Vorteil ist“, meinte Eddy Schmitte, „dass es nur um drei Punkte ging.“ Deshalb sprach er auch nur von einem „Auffahrunfall“ statt eines „Totalschadens“. Wenn die DJK im Rennen um den Aufstieg weiter mitmischen will, sollte das kommende Heimspiel gegen Mecklenbeck gewonnen werden. Schmitte: „Wir werden versuchen eine neue Serie zu starten. Idealerweise verlieren wir bis zum Saisonende gar kein Spiel mehr.“

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