SC Union Lüdinghausen II - DJK Blau-Weiß Greven 9:7 Empfehlung

Das absolute Topspiel der Tischtennis-Landesliga zwischen dem Tabellenzweiten Union Lüdinghausen II und Spitzenreiter DJK Blau-Weiß Greven hiet alle , was man sich vorher davon versprochen hatte: großartigen Sport, nervenzerfetzende Spannung, ein tolle Kulisse (die DJK hatte einen Fanbus dabei), nur nicht das richtige Endergebnis. Nach über vier Stunden Kampf, Freud' und Leid hieß es 9:7 für den Gastgeber und damit vergaben die Blau-Weißen ihren ersten "Matchball", um Meister zu werden und der Vorsprung auf Lüdinghausen ist damit auf einen Punkt geschrumpft.

Von Anfang an waren die Spiele extrem umkämpft. Alle drei Anfangsdoppel gingen in den fünften und entscheidenden Satz , aber lediglich Matthias Kaltmeier und Reinhard Rothe konnten sich hier durchsetzte, während Heidkamp/Sithamparanathan und Bothe/Radke unterlagen. In den Spitzeneinzeln teilte man sich die Punkte; während Reinhard Rothe gegen Mack ohne Chance blieb, setzte sich Milan Heidkamp recht sicher gegen Hans durch. Eine kleine Enttäuschung folgte dann im mittleren Mannschaftsdrittel, als sowohl Stephan Bothe als auch Torsten Radke relativ glatt mit 0:3 verloren und die Lüdinghauser damit 5:2 in Führung gingen. Doch wenn auch die nervliche Anspannung bei alle Grevenern spür- und sichtbar war, die Moral blieb intakt. Ein Superauftritt von Rajee Sithamparanathan (3:0 gegen Schult) und ein Arbeitssieg von Kaltmeier gegen Breukelmann (3:2) brachten die DJK wieder heran und ein an diesem Tag wirklich überragender Milan Heidkamp, mit seinem zweiten Einzelsieg (3:1 gegen Mack), sowie Reinhard Rothe mit einem 3:0 über Hans schafften die erstmalige Führung (6:5 für die Gäste. Zwar blieb dann Torsten Radke auch in seinem zweiten Einzel ohne Sieg, doch der von den vielen Grevener Fans mächtig angefeuerte Stephan Bothe brachte in einem "Herzschlagspiel" (18:16, 6:11, 11:8, 9:11 und 13:11) gegen Ruprecht die Blau-Weißen erneut, mit nun 7:6 in Führung.

Nun war es am unteren Mannschaftsdrittel, die ja im ersten Durchgang so stark aufgespielt hatten, "den Sack zuzumachen" und alles begann auch so, wie es sich die DKLer erhofft hatten. Sowohl Rajee Sithamparanathan, als auch Matthias Kaltmeier dominierten ihre Gegner klar und holten sich souverän 2:0-Satzführungen. Natürlich hatten die Fans und auch die Mitspieler nun schon den möglichen 9:6-Sieg und die Meisterschaft "vor Augen", doch dann kam die unfaßbare Wende. Sithamparanathan ging im dritten Satz schon wieder 3:0 in Front, als sein Gegner ein time-out nahm; danach wirkten beide Spieler wie ausgewechselt. Während der Lüdinghauser Breukelmann nun riskierte, wurde Sithamparanathan etwas vorsichtiger. Er hatte zwar noch einen Matchball, doch als der Satz mit 11:13 verloren ging, gab s kein Halten mehr. In zunehmendem Maße wurde Breukelmann stärker und baute Sithamparanathan ab. Am Ende stand eine 2:3-Niederlaqge für den Grevener. Auch Kaltmeier hatte zwei Sätze lang alles im Griff, doch als der dritte Satz plötzlich verloren ging, fand der DJK-Kapitän nicht mehr zu seinem Spiel und unterlag 11:13 im fünften Satz.

So war aus dem fast schon sicher geglaubten Sieg plötzlich ein 7:8-Rückstand geworden und Bothe/Radke mußten in das Schlußdoppel. Hier lief erstmal gar nichts zusammen, doch bei 0:2 Sätzen und einem 4:8-Rückstand im dritten Satz half ein time-out. Die Grevner gewnann den Satz noch und legten gleich im vierten Satz nach, so daß auch dieses Spiel in den fünften und entscheidenden Satz mußte. Ein Fehlstart von Bothe/Radke (0:4) ließ die Fans auf der Tribüne aufstöhnen und danach nutzte auch alle lautstarke Unterstützung nichts, die Lüdinghausener ließen sich nicht mehr aus der Erfolgsspur bringen und brachten den 9:7-Erfolg unter Dach und Fach.

Eine große Enttäuschung für die DJK Blau-Weiß, doch jetzt gilt es "Wunden lecken" und sich für die letzten beiden Punktspiele wieder aufbauen. Man hat noch immer einen Punkt Vorsprung und alles noch selbst in der Hand. Am nächsten Sonntag empfängt man den SC Westfalia Kinderhaus, gegen den man nun natürlich einen Sieg einfahren muß.