Wissbegieriger Trainernachwuchs Empfehlung

Zwei frisch ausgebildete Jungtrainer bei der DJK bilden keine Ausnahme mehr. Die Fußballvereine und ihre Trainer scheinen erkannt zu haben, welche Bedeutung das Thema Fortbildung hat. Geschafft: Sie haben sich in den Osterferien ganz dem Fußball verschrieben, oder besser: Der Fußballlehre. Nachdem Celina Hollmann und Kristina Hardt ihre Prüfung erfolgreich absolviert haben, sind die beiden Trainerinnen der DJK stolze Inhaber der Fußball-C-Lizenz. Und stehen damit nicht alleine. Trainer-Qualifizierung steht bei vielen Vereinen mittlerweile ganz oben auf der Agenda. „Fast alle unsere Trainer verfügen mittlerweile über eine Lizenz“, betont Thomas Scheffler-Talmann, Mitglied des Fußball-Ausschusses bei der DJK. Ein A-Lizenz-Inhaber, zwei B-Lizenz-Trainer und zahlreiche mit der C-Lizenz ausgestattete Trainer zeigen, dass es Vereine wie die DJK ernst meinen mit der Leitidee „Fördern und fordern“. „Wir sprechen die Trainer direkt an und übernehmen auch die Kosten der Ausbildung“, erklärt Scheffler-Talmann die Bemühungen des Vereins, der stellvertretend für viele andere steht.

Das belegt die Statistik des Fußballkreises, der so etwas wie in Vorreiter in Sachen Aus- und Weiterbildung ist. Die C-Lizenz, die Trainer als Einstieg in das Qualifizierungssystem des Deutschen Fußball Bundes erwerben, erlebt in und um Münster einen regelrechten Boom. Alleine in den vergangenen drei Jahren fanden elf Lehrgänge im Raum Münster mit knapp dreihundert Teilnehmern statt. Damit belegt der Fußballkreis mit Abstand den Spitzenplatz im Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen (FLVW). Dass bis zu vier Lehrgängen pro Jahr durchgeführt werden können, führt zu ortsnahen Ausbildungsorten, was es wiederum vor allem für Jungtrainer attraktiv macht, an einer der mit 120 Stunden zeitlich umfangreichen Maßnahmen teilzunehmen. Speziell die Blockausbildungen in den Oster- und Herbstferien erfreuen sich besonders großer Nachfrage. „Das Interesse an einer qualifizierten Ausbildung der Trainer ist in den Vereinen weiterhin ungebrochen“, bestätigt auch Christian Niehoff, im Kreis verantwortlich für die Trainerausbildung.

Die beiden DJK-Trainerinnen haben ihre Ausbildung in Altenberge absolviert und geben ihr frisch erworbenes Wissen an die Mu11-Juniorinnen weiter. Eine junge Mannschaft mit ebenso jungen Trainerinnen. In der erst kürzlich gegründeten Mu11 spielen überwiegend Fußballeinsteiger, viele davon sind gerade einmal acht oder neun Jahre alt.

Und auch ihre Trainerinnen sind Jungspunde in ihrem Fach: Kristina Hardt ist 16 Jahre alt, Celina Hollmann ist 15.

Von Sven Thiele

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