Montag, 01 August 2016 22:26

Startschuss mit Verzögerungen Empfehlung

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Aus den ehrgeizigen Plänen, innerhalb von zehn Wochen eine Tennisanlage zu bauen, ist nichts geworden. Mit zweimonatiger Verspätung rollen jetzt jedoch die Bagger in der Emsaue, wo vier neue Plätze der DJK entstehen sollen. In zehnwöchiger Bauzeit, davon sind die DJK-Macher überzeugt. „Wir fangen an, wir setzen die Planungen nun endlich um“. Die Erleichterung, die die Macher der DJK beim Versenden dieser Mitteilung verspürt haben müssen, ist in jeder Silbe dieser Kurzmitteilung greifbar. Februar 2016: Nachdem die Idee der Übernahme der Tennis- und Soccerhalle an der Gutenbergstraße nebst Tennis-Plätzen gescheitert war, überraschte die DJK-Führungsspitze mit dem Vorstoß, eine eigene Vier-Platz-Anlage auf vereinseigenem Gelände in der Emsaue zu errichten. Überraschend für die Öffentlichkeit, hinter den Kulissen war das Vorhaben detailliert ausgearbeitet worden. Im Schul- und Sportausschuss der Stadt erhielt das Projekt breite Unterstützung. Auf DJK-Seite war man guter Dinge, bereits im Mai - nach nur acht- bis zehnwöchiger Bauzeit - die ersten gelben Filzbälle fliegen sehen können. Das Gelände neben dem SportCentrum Emsaue wurde erworben, gerodet und für die nötigen Baumaßnahmen vorbereitet, die entsprechenden Firmen standen in den Starlöchern. Und dann passierte erstmals nichts Sichtbares. Bis zu diesem Montag.

„Die Gründe für die Verzögerung liegen in einer langwierigen Prüfung der beantragten Versickerung des Regenwassers“, erklärt Winfried Klemens, Abteilungsleiter Top-Tennis und Mitglied des entsprechenden Orga-Teams. „Wir sind davon ausgegangen, dass die Versickerung aufgrund des sandigen Emsbodens relativ unproblematisch ist. Unter dem Sand liegt allerdings eine dicke Lehmschicht, die das Wasser aufgestaut hätte.“ Nur 50 Prozent des Wassers hätte dort versickern können.

Die Lösung wurde mit der Installation eines relativ neuartigen Röhrensystems gefunden. Ursprünglich waren zehn, jeweils 27 Meter lange und im Durchmesser 40 Zentimeter starke Röhren geplant - zur Kostensenkung wurde diese Fläche jetzt um rund 1/5 reduziert.

Auch die Prüfung durch die über die Kreissparkasse bei der NRW-Bank beantragte Förderung hat mehr Zeit als angenommen in Anspruch genommen. „Diverse Nachfragen mussten leider immer wieder in einem Dreiecksverhältnis geklärt werden“, bedauert Klemens.

Da außerdem die zwischenzeitlich stark erhöhten Preise der Baufirmen weit über den ursprünglichen Investitionsrahmen überstiegen, musste die DJK nachbessern und „überplanen“. „Die Kosten sind explodiert - dadurch wurden wir schnell auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt“, sagt Winfried Klemens.

Noch Anfang Juni wurde der Verein auf eine kostengünstige Alternative der Entwässerung aufmerksam, Einsparpotenzial: im fünfstelligen Euro-Bereich. „Das waren wir unseren Mitgliedern schuldig, dass wir dieses Geld einsparen“, sagt Klemens.

Mitte Juni wurde daher ein Änderungsantrag zur vorliegenden Baugenehmigung gestellt. Dieser wurde dann nach Vereinsangaben „sehr schnell vom Kreis Steinfurt am 21. Juli genehmigt“. Montag erfolgte nun der Beginn der Baumaßnahmen, die - ohne weitere Überraschungen - rund acht Wochen in Anspruch nehmen sollen.

„Wir hoffen, dass wir die Vereinsmeisterschaften und unseren Saisonabschluss auf der neuen Anlage ab Mitte September und im Oktober feiern können“, so der Wunsch des Abteilungsleiters, der erleichtert klingt.

Weil sich sein Verein auf Unterstützung verlassen kann, ist der Sportbetrieb trotz der Verzögerung nicht zum Erliegen gekommen. „Unser großer Dank gilt dem TC Grün-Weiß Reckenfeld. Dort konnten wir trainieren und Punktspiele austragen. Solche Art von Nachbarschaftshilfe ist nicht selbstverständlich“, sagt Klemens.

Von Ulrich Schaper

 

Gelesen 1020 mal Letzte Änderung am Montag, 01 August 2016 22:28

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