Greven plus Ladbergen: Aus zwei mach eins Empfehlung

Von einer homogenen Einheit möchte Jürgen Röös noch nicht sprechen. Wenn die unter dem Dach des VfL Ladbergen fusionierten Fußballerinnen aus Greven und Ladbergen an diesem Sonntag (13 Uhr, Ladbergen) zum ersten Mal gemeinsam in der Bezirksliga auftreten, erwartet der Trainer noch viel Sand im Getriebe. „Die Spielerinnen beschnuppern sich noch.“ Das hat mehrere Gründe: Die aus Röös‘ Sicht „zerhackte“ Vorbereitung wiegt dabei am schwersten. Hat er noch zu Beginn mit bis zu 20 Spielerinnen trainiert, war es zum Ende hin nur noch die Hälfte. Urlaubsbedingt, erklärt Röös, der sich über die Ansetzung des ersten Spieltages deshalb auch ärgert: „Spieltage in den Sommerferien sind Unfug.“ Wenn seine Fußballerinnen am Sonntag Cheruskia Laggenbeck empfangen, kann er trotz eines 24-köpfigen Kaders auf gerade 14 zurückgreifen.

Trotzdem hofft er auf einen guten Start in die Saison, in der er seiner Mannschaft trotz der Umgewöhnung einiges zutraut. „Die Qualität ist besser geworden“, zieht er den Vergleich zur vergangenen Bezirksliga-Saison, in der Ladbergen Zwölfter wurde. Röös peilt mit seiner neuen Elf einen höheren Rang an. Dafür stehen ihm jeweils zwölf Spielerinnen seines ehemaligen DJK-Teams und zwölf VfL-Spielerinnen zur Verfügung. Zur Winterpause erwartet er zudem drei Langzeitverletzte zurück. Und mit Svenja Esmyol steht noch eine erfahrene Spielerin im Stand-by-Modus. Der nach Ansicht seines Trainers personell gut aufgestellte Bezirksligist wird sowohl in Greven als auch in Ladbergen spielen und trainieren. Die erste Begegnung in der Emsaue ist für Kirmessamstag (14 Uhr) gegen Altenberge geplant. Auch der Umstand, dass donnerstags bei der DJK trainiert wird, soll unterstreichen, dass die Fusionsgemeinschaft den Spielerinnen aus beiden Vereinen gerecht werden will.

Von Sven Thiele