Doppelte Verstärkung

Greven - 

Zwei Siege aus fünf Spielen: Die Zwischenbilanz von Verbandsligaaufsteiger DJK kann sich durchaus sehen lassen. Maßgeblichen Anteil daran, dass der Aufsteiger sich in der neuen Liga zu behaupten weiß, hat Neuzugang Maximilian Haddick.

Sie sind gekommen, um zu bleiben: Nach ihrem Zitter-Aufstieg in die Verbandsliga wollen die Tischtennisherren der DJK nichts unversucht lassen, sich eine Klasse höher zu etablieren. Und das mit einem nahezu unveränderten Team, das vor dem sechsten Spieltag, an dem die DJK am Samstag bei Spitzenreiter Lippstadt gastiert, bereits zwei Siege eingefahren hat. Der Grund, warum sich die Mannschaft um die Routiniers Reinhard Rothe und Stephan Bothe einiges zutraut, trägt einen Namen: Maximilian Haddick.

Haddick ist seit Beginn dieser Spielzeit die neue Nummer eins im Grevener Team. Auf ihm ruhen große Hoffnungen der DJKler, zumal Haddick eine Verstärkung in zweifacher Hinsicht ist. Zum einen hilft der 32-Jährige, der bis zur vergangenen Saison für Borussia Münster noch eine Liga höher am Tisch stand, den DJKlern sportlich richtig weiter. „Ohne ihn könnten wir in der Verbandsliga nicht bestehen“, betont der ins mittlere Paarkreuz gerutschte Stephan Bothe die Bedeutung des Neuzugangs. Es gibt aber noch einen anderen Grund, warum Haddick offenbar ein Glückfall für die Grevener ist. „Er ist nicht nur sportlich, sondern auch menschlich eine super Verstärkung“, meint Bothe. Der so Gelobte spart ebenfalls nicht mit Komplimenten für sein neues Umfeld: „Das Team war für mich am Wichtigsten. Ich fühle mich bei der DJK superwohl.“

Drei der vier Saisonspiele hat Haddick bislang für seinen neuen Verein bestritten. Und dabei festgestellt, dass er, der anders als bei Borussia im oberen Paarkreuz gefordert ist, es mit „gleich starken Gegnern“ im Vergleich zur Liga höher zu tun bekommt. Fünfmal verließ der gebürtige Emsdettener bislang als Sieger den Tisch, dreimal hatte Grevens neuer Spitzenspieler das Nachsehen. „Diese Bilanz ist noch ausbaufähig“, sieht Haddick durchaus noch Luft nach oben. Bemerkenswert: Sämtliche Niederlagen kassierte er gegen Linkshänder. „Das passt offenbar nicht zu seinem Spielsystem“, mutmaßt Mitspieler Bothe.

Dass sich die DJK in der Verbandsliga behaupten kann, davon ist Maximilian Haddick überzeugt. „Ich traue uns einen guten Mittelfeldplatz zu, wenn wir von Ausfällen und vor allem Verletzungen verschont bleiben.“ Doch genau in diesem Punkt machen sich Haddick und seine Teamkollegen im Moment Sorgen. Der an zwei gesetzte Reinhard Rothe, in Normalverfassung ein Garant für Siegpunkte, hat sich ausgerechnet an seiner Schlaghand verletzt. „Ein harter Ausfall“, meint Haddick.

Doch die ehrgeizigen DJKler lassen nichts unversucht: Vor dem Auswärtsspiel in Lippstadt deutet vieles darauf hin, dass Rothe trotz Beschwerden im Aufgebot stehen wird. Ob er ein komplettes Match bestreiten kann, scheint fraglich. Eine vorzeitige verletzungsbedingte Aufgabe ist eher wahrscheinlich. Doch ein Aufrücken, um den an Position zwei gesetzten Rothe zu ersetzen, wollen die Grevener unbedingt vermeiden.

Zumal sie es mit dem vermeintlich stärksten Spieler der Liga zu tun bekommen. Überhaupt steht der LTV Lippstadt nicht ohne Grund verlustpunktfrei an der Spitze der Verbandsligatabelle. „Lippstadt ist gegen uns klarer Favorit“, räumt Haddick ein. Was aus seiner Sicht auch dem Umstand geschuldet ist, dass der Tabellenführer im unteren Paarkreuz mit zwei bärenstarken Nachwuchsspielern bestens bestückt ist. Dort dürften für Matthias Kaltmeier und den für den fehlenden Milan Heidkamp aus der zweiten Mannschaft aufrückenden Rajeevan Sithamparanathan die Früchte ziemlich hoch hängen.

Doch unversucht wollen die DJKler an diesem Samstag nichts lassen. „Wir sind trotzdem ein ernst zu nehmender Gegner“, meint Maximilian Haddick. Und unterstreicht, dass mit dem Aufsteiger so oder so zu rechnen sein dürfte.