Der nächste Krimi Empfehlung

Die Erfolgsgeschichte vom vergangenen Sonntag konnte die DJK BW Greven nicht wiederholen. Mit 7:9 verloren die Tischtennis-Herren in Hiltrup. Große Leistungsunterschiede gab es jedoch nicht - das war auch der Grund dafür, dass der Krimi 225 Minuten dauerte. Da sage noch einer, die dreieinhalb Stunden am letzten Wochenende wären lang gewesen. Samstagabend, 22 Uhr in Hiltrup – nach Hause gehen sie noch lange nicht. Der nächste Verbandsliga-Krimi für die DJK Blau-Weiß Greven. Diesmal allerdings einer, der nicht gut endet. Nach unglaublichen 225 Spielminuten stand fest: Die Blau-Weißen haben den Kürzeren gezogen – in einem Match, das bis zum bitteren Ende ging: Mit einem 7:9 beim TuS Hiltrup, der knappsten aller Tischtennis-Niederlagen, trat Greven die nicht allzu weite Heimreise an. Die Festung Hiltrup – wo die DJK schon öfter in Schwierigkeiten geriet – brach nicht zusammen. Aber sie wackelte: „Das war eine Partie auf des Messers Schneide“, erzählte Stephan Bothe, Grevens Nummer drei. Wie Bothe das Ergebnis fand? „Sehr ärgerlich, ein Punktgewinn wäre allemal möglich gewesen.“

Dass das nicht klappte, hatte vor allem einen Grund: In mehreren Duellen gaben die Grevener teils deutliche Vorsprünge noch aus der Hand, erstmals gleich in den Anfangsdoppeln: Torsten Radke und Rajeevan Sithamparanathan führten mit 2:0 – und verloren noch mit 2:3. Dann Radke in seinem Einzel: 2:1 vorne gegen den irakischen Nationalspieler Alber Romel, am Ende unterlegen. „Torsten hat stark gespielt, war aber irgendwie unser Pechvogel“, meinte sein mitfühlender Teamkollege.

Noch ein drittes Mal wurde Radke die zweifelhafte Ehre eines Entscheidungssatzes zuteil – wieder reichte es nicht. Beinahe ein bisschen tragisch.

Noch tragischer, dass auch seine Sportskameraden das Blatt letztlich nicht wenden konnten: Reinhard Rothe, nach wie vor angeschlagen, machte noch keinen Stich, auch Sithamparanathan blieb solo chancenlos. Blütenweiß glänzten zwar die Einzel-Westen von Bothe, Kapitän Matthias Kaltmeier und dem starken Top-Mann Max Haddick, der gar Hiltrups „Eins“, Peter Anders, stoppte – nicht schlecht. Reichte aber nicht, weil das Schlussdoppel mit 0:3 in die Binsen ging. Niederlage statt Remis – die Erfolgsgeschichte vom letzten Sonntag wiederholte sich nicht.

Von Stefan Bamberg - WN