Geheimtraining im Kopf: Mental starke Grevener gewinnen 9:6 Empfehlung

Greven - 

Stephan Bothe war just schon dabei seine Trainingsjacke wieder auszuziehen, um sich aufzuwärmen, für die Abschlussdoppel. Soeben hatte Rajeevan Sithamparanathan den dritten Satz abgegeben, und auch Matthias Kaltmeier war schon dabei, seinen Kontrahenten höflich zurück ins Spiel zu bitten. Irgendwie aber hat sich in den Köpfen der Grevener diese Niemals-aufgeben-Mentalität eingenistet.

Von Ulrich Schaper

Und zwar gepaart mit einem feinen Gespür für die Situation: Sithamparanathan, ansonsten dafür bekannt die Punkte für den Gegner gleich mitzumachen, bewies sein neu entdecktes Taktik-Geschick und erlaubte es dem Gast aus Avenwedde seinerseits die spielentscheidenden Fehler zu machen. Als dann auch noch Matthias Kaltmeier einen 7:10-Rückstand im Schlusssatz umbog und mit 14:12 triumphierte, ließ Bothe seine Trainingsjacke getrost zu Boden sinken: Mit 9:6 hatten die Gastgeber der DJK ihre Außenseiterchance genutzt und den Tabellenvierten aus Avenwedde geschlagen. Auch für Bothe war der Arbeitstag nach 3:48 Spielzeit beendet.

Unglaubliche 3:48 Stunden Spielzeit

„Jetzt stehen wir voll im Soll“, freute sich Kapitän Matthias Kaltmeier, dessen Team sich mit dem zweiten Sieg hintereinander auf Rang acht der Tabelle vorgeschoben hat. „Natürlich dürfen wir uns darauf nicht ausruhen, aber so können wir schon etwas entspannter ins neue Jahr gehen. Wir haben zuletzt Spiele verloren, die wir hätten gewinnen sollen – dafür haben wir solche Begegnungen für uns entschieden, in denen wir krasser Außenseiter waren.“