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Zwei Gründe zum Feiern Empfehlung

Verbandsligist DJK Blau-Weiß Greven eilt von Sieg zu Sieg: Kein Wunder, dass der Klassenerhalt immer näher rückt. Nach dem Spiel in Bexterhagen ist einem DJKler besonders zum Feiern zu Mute. Nach dem fünften Sieg in Folge rückt der Klassenerhalt für Tischtennis-Verbandsligist DJK Blau-Weiß immer näher. Mit 9:6 hielt die Grevener Mannschaft am Samstag den TuS Bexterhagen auf Distanz und vergrößerte den Abstand auf die direkten Abstiegsplätze auf satte neun Punkte. Väter des Erfolges waren in einem wieder einmal langen und Kräfte zehrenden Match zwei Spieler, die im Vorfeld nicht unbedingt auf der Rechnung standen. Ein Dritter im DJK-Team hatte gleich doppelt Grund zur Freude. „Das hebt die Stimmung.“ Reinhard Rothe war so richtig zum Feiern zu Mute. Und das lag nicht nur an dem aus Grevener Sicht so richtungsweisenden Auswärtssieg. Zusammen mit seinen Mannschaftskollegen beschenkte sich der Senior in der DJK-Mannschaft quasi selbst. An seinem 61. Geburtstag gelang dem diesmal an Nummer drei gesetzten Rothe ein Punktgewinn im Einzel. Acht weitere steuerten seine Mitstreiter bei. Einer ausgelassenen Feier stand somit nach über drei Stunden Tischtennis mit einem an den Nerven zehrenden Finale nichts entgegen.

Ein guter Auftakt mit zwei Doppelsiegen sowie ein Anfangsspurt im ersten Einzeldurchgang ebneten zunächst eine komfortable Führung der Gäste. Anders als in der Vorwoche gerieten die Grevener nicht ins Hintertreffen und untermauerten ihren Anspruch, beim Tabellenvorletzten nichts anbrennen lassen zu wollen. Die 7:2-Führung gab den Grevenern Recht. Allein es fehlten noch zwei Punkte zum Sieg. Und die ließen quälend lange auf sich warten. Weder Maximilian Haddick, Stephan Bothe, Geburtstagskind Reinhard Rothe noch Matthias Kaltmeier vermochten im zweiten Einzeldurchgang etwas Zählbares einzufahren. Der Vorsprung schmolz dahin und mit ihm die Hoffnung, einen geruhsamen Tischtennisabend zu verleben.

Als das Spiel beim Stand von 6:7 zu kippen drohte, bewiesen ausgerechnet zwei Spieler Nervenstärke, von denen man es nicht unbedingt erwartet hätte: Torsten Radke und Rajeevan Sithamparanathan. Beide hatten aus Rothes Sicht einen „Sahnetag“ erwischt. Beflügelt von seinem Fünf-Satz-Sieg im ersten Durchgang, wehrte Radke in seinem zweiten Spiel Matchbälle ab, um am Ende als Gewinner von fünf spannenden Sätzen den Tisch zu verlassen. „Extrem gut“ (Rothe) auch der Auftritt von Sithamparanathan. Der werdende Vater setzte am Samstag mit seinem 3:1 den Schlusspunkt unter ein Spiel, das unerwartet doch noch zum Krimi geworden war. Einer, nach dem es sich am Ende gut anstoßen ließ: Auf den immer wahrscheinlich werdenden Klassenerhalt und das 61. Wiegenfest von DJK-Routinier Reinhard Rothe.

Von Sven Thiele