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Blau-Weißer Brustlöser

Beim 8:1 (5:1)-Sieg gegen Türkiyemspor Münster schossen sich die B-Liga-Fußballer der DJK BW Greven den Frust von der Seele. Bezeichnend für die mannschaftliche Geschlossenheit war, dass die acht Treffer von acht verschiedenen Spielern erzielt wurden.

Zwei Spiele hatten sie umsonst gerackert; gestern schossen sich die B-Liga-Fußballer der DJK Blau-Weiß Greven beim 8:1 (5:1) gegen Türkiyemspor Münster den Frust von der Seele. „Man hat ja relativ früh gesehen, welche Richtung das Spiel nimmt. Natürlich bin ich mit dem Spiel und dem Ergebnis absolut zufrieden“, konstatierte BW-Trainer Matthias Schmitte. Schon in der Anfangsphase sorgten die Grevener für klare Verhältnisse. So stellten Henning Stamm und Bernd Block mit ihren Treffern in der 4. und 8. Minute rasch die Weichen. Nach der 2:0-Führung entwickelte sich die Partie zu einem Selbstläufer. Blau-Weiß war dem Gegner läuferisch, technisch und taktisch klar überlegen, so dass weitere Treffer nicht lange auf sich warten ließen. In der 14. Minute war es Thomas Smyla, der das 3:0 erzielte. Die Gastgeber hielten das Tempo hoch und trafen durch Marius Watermeyer zum 4:0. Somit war die Entscheidung praktisch schon in der 26. Minute gefallen. Zwar verkürzten die Münsteraner in der 33. Minute auf 1:4. Doch eine Minute vor dem Seitenwechsel stellte Nicolai Lange mit dem 5:1 den alten Abstand wieder her.

Nach der Pause schalteten die Grevener einen Gang zurück. „Vielleicht war das ganz gut so. Das Ergebnis hätte auch deutlich höher ausfallen können“, erläuterte Schmitte. So dauerte es bis zu 64. Minute, ehe Torben Mais das 6:1 besorgte. Sechs Minuten später ließ Maurice Seikowski das 7:1 folgen. Angesichts des frustrierenden Spielverlaufes hatten die nun völlig überforderten Gäste mehr mit sich selbst als mit dem Gegner zu tun. Das brachte ihnen schließlich noch eine Gelb-Rote Karte ein.

Was die Blau-Weißen dagegen anstellten, hatte Hand und Fuß. Sie zeichneten sich durch eine geschlossene Mannschaftsleistung aus. Den 8:1-Endstand stellte Jonas Berkenheide in der 74. Minute her. Somit fielen acht Treffer durch acht verschiedene Torschützen. Das war bezeichnend für die Ausgeglichenheit. „Solch ein Sieg tut natürlich gut; gerade mit Blick auf die letzten beiden Spiele, in denen das Glück nicht auf unserer Seite war“, befand Schmitte.

In der Tat war dieser Kantersieg ein Brustlöser. Der Erfolg dürfte der Mannschaft eine gehörige Portion Rückenwind verleihen.

Von Heiner Gerull