Tischtennis Artikel

Tischtennis Artikel

Sonntag, 12 Februar 2017 20:52

Rajees Wahnsinns-Woche

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Die DJK Blau-Weiß Greven gewinnt zum sechsten Mal in Folge und darf bereits mit den Planungen für die kommende Verbandsligasaison beginnen. Die Heimpartie gegen Schlusslicht Harsewinkel verlief aus Grevener Sicht spannender als erwartet. Plötzlich klingelt auch noch sein Handy. Aber Rajeevan Sithamparanathan kann gerade nicht: „Sorry, ich muss jetzt spielen!“ Dann spielt er. Wie man ihn kennt. Immer volle Lotte. Sithamparanathan, der Risiko-Beauftragte der DJK-Verbandsligaherren, ist am Dienstagmorgen zum vierten Mal Papa geworden, steht nach seinem Spiel für die Zweite am Freitag am Sonntag für die Erste Tisch, avanciert dort – quasi zwischendurch – zum besten Grevener des Tages und freut sich mit seinen Kameraden über einen 9:6-Erfolg gegen die TSG Harsewinkel . Was für eine Woche. Was für ein Typ.

Und, vielleicht etwas überraschend: Was für ein Tischtennisspiel. Die richtungsweisende Partie, sie gestaltet sich mühsamer als gedacht: Das Tabellenschlusslicht aus Ostwestfalen ist nämlich alles andere als eine Kirmestruppe. Schon die DJK-Doppel haben es schwer: Sithamparanathan/ Rothe holen sich gleich einen Lackschaden, Bothe/ Haddick und Radke/Kaltmeier bessern ihn gerade noch aus – 2:1. Einfach geht heute nix. Auch nicht in den Einzeln: Reinhard Rothe zwar souverän, Stephan Bothe jedoch findet nicht zu seiner Technik: 0:3 – der schmetternde DJK-Präsident quittiert das mit Mimik und Vokabular eines Experimental-Heimwerkers, dessen Regal auch nach dem dritten Aufbau-Versuch noch nicht steht. Auch Matthias Kaltmeier quält sich zunächst, bleibt ebenfalls nur zweiter Sieger. Max Haddick und Torsten Radke indes zeigen keine Schwäche – 5:3. Nun beginnt die Zeit der Knackpunkte: Haddick im Duell mit Harsewinkels Topmann Adrian Große-Freese. 1:2 liegt Grevens „Eins“ schon hinten, auch im vierten Satz läuft‘s sehr mau. Aber dann: Große-Freese beschwert sich über Rothe, der ihm am Spielfeldrand zu laut ist – jetzt boxt verbal mal kurz so richtig der Papst. Das Ergebnis dieses kleinen, feinen Trash-Talks: Große-Freese verliert den Faden, Haddick holt sich tatsächlich ein 3:2. Ein Match, das eigentlich schon mausetot war, geht doch noch an die Gastgeber. Die nächsten DJK-Punkte besorgen Sithamparanathan und Kaltmeier, das aber langt noch nicht, weil Rothe, Bothe und Radke anschließend unterliegen – nur noch 8:6.

Doch die Geschichte muss ja irgendwie ein gutes Ende nehmen in Rajee Sithamparanathans Wahnsinns-Woche: Der schlägt noch einmal auf: 1:0, 2:0. Das muss doch reichen. Und das reicht auch. Nach dreieinhalb Stunden haut sein Gegner den letzten Ball ins Netz, die kleinen Scharmützel sind vergessen – die DJK wohl gerettet. „Das“, glaubt Kapitän Kaltmeier, „müsste eigentlich zum Klassenerhalt reichen.“

Von Stefan Bamberg

Sonntag, 05 Februar 2017 21:08

Zwei Gründe zum Feiern

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Verbandsligist DJK Blau-Weiß Greven eilt von Sieg zu Sieg: Kein Wunder, dass der Klassenerhalt immer näher rückt. Nach dem Spiel in Bexterhagen ist einem DJKler besonders zum Feiern zu Mute. Nach dem fünften Sieg in Folge rückt der Klassenerhalt für Tischtennis-Verbandsligist DJK Blau-Weiß immer näher. Mit 9:6 hielt die Grevener Mannschaft am Samstag den TuS Bexterhagen auf Distanz und vergrößerte den Abstand auf die direkten Abstiegsplätze auf satte neun Punkte. Väter des Erfolges waren in einem wieder einmal langen und Kräfte zehrenden Match zwei Spieler, die im Vorfeld nicht unbedingt auf der Rechnung standen. Ein Dritter im DJK-Team hatte gleich doppelt Grund zur Freude. „Das hebt die Stimmung.“ Reinhard Rothe war so richtig zum Feiern zu Mute. Und das lag nicht nur an dem aus Grevener Sicht so richtungsweisenden Auswärtssieg. Zusammen mit seinen Mannschaftskollegen beschenkte sich der Senior in der DJK-Mannschaft quasi selbst. An seinem 61. Geburtstag gelang dem diesmal an Nummer drei gesetzten Rothe ein Punktgewinn im Einzel. Acht weitere steuerten seine Mitstreiter bei. Einer ausgelassenen Feier stand somit nach über drei Stunden Tischtennis mit einem an den Nerven zehrenden Finale nichts entgegen.

Ein guter Auftakt mit zwei Doppelsiegen sowie ein Anfangsspurt im ersten Einzeldurchgang ebneten zunächst eine komfortable Führung der Gäste. Anders als in der Vorwoche gerieten die Grevener nicht ins Hintertreffen und untermauerten ihren Anspruch, beim Tabellenvorletzten nichts anbrennen lassen zu wollen. Die 7:2-Führung gab den Grevenern Recht. Allein es fehlten noch zwei Punkte zum Sieg. Und die ließen quälend lange auf sich warten. Weder Maximilian Haddick, Stephan Bothe, Geburtstagskind Reinhard Rothe noch Matthias Kaltmeier vermochten im zweiten Einzeldurchgang etwas Zählbares einzufahren. Der Vorsprung schmolz dahin und mit ihm die Hoffnung, einen geruhsamen Tischtennisabend zu verleben.

Als das Spiel beim Stand von 6:7 zu kippen drohte, bewiesen ausgerechnet zwei Spieler Nervenstärke, von denen man es nicht unbedingt erwartet hätte: Torsten Radke und Rajeevan Sithamparanathan. Beide hatten aus Rothes Sicht einen „Sahnetag“ erwischt. Beflügelt von seinem Fünf-Satz-Sieg im ersten Durchgang, wehrte Radke in seinem zweiten Spiel Matchbälle ab, um am Ende als Gewinner von fünf spannenden Sätzen den Tisch zu verlassen. „Extrem gut“ (Rothe) auch der Auftritt von Sithamparanathan. Der werdende Vater setzte am Samstag mit seinem 3:1 den Schlusspunkt unter ein Spiel, das unerwartet doch noch zum Krimi geworden war. Einer, nach dem es sich am Ende gut anstoßen ließ: Auf den immer wahrscheinlich werdenden Klassenerhalt und das 61. Wiegenfest von DJK-Routinier Reinhard Rothe.

Von Sven Thiele

Sonntag, 29 Januar 2017 21:13

Nervenstarke Aufholjagd

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Die Tischtennisherren der DJK Blau-Weiß sehen am Sonntag lange wie die Verlierer aus. Doch am Ende verlassen sie die Tische als strahlende Sieger. Wer Verbandsligatischtennis in der Emssporthalle verfolgen will, der benötigt drei Dinge: Geduld, starke Nerven und ausreichend Sitzfleisch. Wer dies mitbringt, für den zahlt sich ein Besuch bei fast jedem Heimspiel der DJK-Herren aus, die verlässlich liefern: Immer unbedingten Willen, häufig eine große Portion Dramatik und nicht selten einen positiven Ausgang trotz wenig vielversprechender Prognosen. So wie an diesem Sonntag. Lange, sehr lange sieht es gegen den SV Bergheim nicht danach aus, als könne die gastgebende DJK die 5:9-Hinspielschlappe wett machen. Über drei Stunden ist es ein Spiel, in dem die Bergheimer die teils bissigen Duellen häufiger für sich entscheiden. Erst auf der Schlussgeraden wendet sich das Blatt.

Ernüchternd verläuft der Auftakt an diesem Sonntag: Nachdem die Grevener sich zuletzt stets auf ihre Doppelstärke hatten verlassen können, reicht es nur für das Gespann Heidkamp / Radke zu einem Punktgewinn. Und weil danach im oberen Paarkreuz für Max Haddick und Milan Heidkamp nichts Zählbares zu holen ist, liegen die Gastgeber im Nu mit 1:4 hinten. So kündigen sich Niederlagen an. Dann beginnt eine Aufholjagd , mit der die DJKler ihren unbedingten Willen unterstreichen und die Zuschauer fesseln: Ein souveräner Stephan Bothe, ein wiedergenesener Reinhard Rothe und ein unerbittlicher Matthias Kaltmeier zwingen ihre Gegner in ihren Einzeln in die Knie und steuern in der Folge sechs Punkte bei. Während die Grevener im oberen Paarkreuz auch im zweiten Durchgang glücklos bleiben, sorgt Torsten Radke mit seinem gewonnen Match nach über drei Stunden Gesamtspielzeit für die erste DJK-Führung.

Beim Stande von 8:7 sind die Grevener längst die moralischen Sieger dieses Tages, das I-Pünktchen unter diesen Kraftakt zu setzen, ist Max Haddick und Stephan Bothe vergönnt. Im Abschlussdoppel lassen sie ihren Kontrahenten nicht den Hauch einer Chance und putzen sie mit einem glatten Dreisatz-Sieg vom Tisch. Die Gäste aus Bergheim mögen dieser Energie nichts mehr entgegenzusetzen und fügen sich in ihr Schicksal. Bei Grevens Matthias Kaltmeier, der nach schwachem Saisonstart wieder zum verlässlichen Punktelieferanten avanciert ist, überwiegt dagegen die Zuversicht: „Jetzt haben wir einen Lauf.“ Und: „Jetzt sieht es schon sehr gut aus“, meint Kaltmeier mit Blick auf die Verbandsligatabelle, in der sich die DJK immer weiter nach vorne schiebt.

Von Sven Thiele

Sonntag, 15 Januar 2017 20:28

Lakenbrinks Sternstunde

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Rothe? Bothe? Kaltmeier? Nein, es war keiner der üblichen Verdächtigen, der bei der Auswärtspartie der DJK-Tischtennis-Verbandsligaherren im Mittelpunkt stand. Den Unterschied in einem umkämpften Match machte ein Youngster – Roman Lakenbrink erlebte gegen den TTSV Schloß Holte-Sende seine persönliche Sternstunde. Die Verbandsliga-Herren der DJK BW Greven sind nicht grad‘ für Gewaltanwendung bekannt, nach dem Duell mit dem Tischtennis-Team aus Schloß Holte-Sende aber sah Reinhard Rothe in den Reihen des Gegners Männer, die „wie angeschlagene Boxer in ihren Stühlen zusammensackten“. Die schlimmsten Schäden dürfte der vor der Saison als Titelkandidat gehandelte Klub im Kopf erlitten haben. Was war passiert? Erneut erwies sich der Aufsteiger als Stolperstein, kämpfte hartnäckig und verbissen und lieferte sich ein Vier-Stunden-Duell mit dem Favoriten aus Ostwestfalen . Am Ende triumphierte das Team um Kapitän Matthias Kaltmeier mit 9:7. Ein sensationelles Ergebnis, das sich aus vielen Fragmenten zusammensetzt.

Allen voran Roman Lakenbrink stand bei dem Auswärtserfolg im Mittelpunkt: In der entscheidenden Partie des Abends lag der Youngster bereits mit 0:2-Sätzen zurück, bewahrte die Nerven, und gestaltete das Ergebnis zu seinen Gunsten (3:2). „Er war heute unser Match-Winner“, sagten Bothe , Rothe und Kaltmeier unisono. Es war der erste Verbandsliga-Erfolg des introvertierten DJK-Talentes; einer, über den sich die gesamte Mannschaft ebenso freute wie über den Tages-Sieg. Den freilich sicherte auch das mittlere Paarkreuz mit Reinhard Rothe und Matthias Kaltmeier – die beide souverän ihre Partien gewannen und vier Punkte beisteuerten. Für beide eine besondere Situation. Rothe, der nach seiner Verletzung erst langsam wieder zu alter Stärke zurückfindet, und Kaltmeier, der aufgrund der angespannten Personal-Lage gleich mal zwei Plätze nach oben rutschte. In den Spitzeneinzeln gelang nur Haddick ein Punktgewinn, obschon Stephan Bothe Schloß Holtes Spitzenspieler Florian Lampe am Rande einer Niederlage hatte, nach 2:0-Satzführung und 6:6 im dritten Satz aber völlig den Faden verlor. Im unteren Paarkreuz gingen Sithamparanathan und Lakenbrink zu Werke. Ersterer ließ seine Mannschaftskollegen – nach einem souveränen Doppelauftritt an der Seite von Reinhard Rothe – wieder einmal ordentlich leiden; 0:2 war seine Einzel-Bilanz.

Und dann dieser Roman Lakenbrink. „Seine Leistung ist nicht hoch genug zu bewerten“, lobte Reinhard Rothe. Überzeugend waren erneut auch die Doppel, die mit 3:1 an Greven gingen. Allen voran das Spitzendoppel Haddick/Bothe wusste zu überzeugen. Während sich der schwer angeschlagene Meisterschaftsaspirant der mentalen Wundbehandlung widmet, darf sich die DJK über „zwei nie eingeplante Punkte“ und den siebten Tabellenrang freuen.

Punkte für Greven: Haddick (1), Rothe (2), Kaltmeier (2), Lakenbrink (1), Haddick/Bothe (2), Rothe/Sithamparanathan (1).

Von Ulrich Schaper - WN

Freitag, 23 Dezember 2016 19:17

Tischtennis-Vereinsmeisterschaft: Double für Kaltmeier

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Mit gleich zwei Titeln war Matthias Kaltmeier der Mann der Grevener Vereinsmeisterschaft, mit der sich die Tischtennisabteilung in die Winterpause verabschiedete. Mit den internen Vereinsmeisterschaften beendeten die Tischtennisspieler der DJK BW Greven traditionell die Hinrunde. Am vergangenen Wochenende waren zunächst die Jugendlichen gefordert. Zwar gab es in der Jugendkonkurrenz nur zwei Teilnehmer, dafür war der Wettbewerb der Schüler mit 13 Jungen umso stärker vertreten. Hier setzte sich am Ende ganz knapp Jonas Klaer durch, mit 11:9 im fünften Satz gegen Janis Stübing, der im vergangenen Jahr noch siegreich war. Dritte wurden Lukas Hartmann und Mika Deitmar. Im direkten Finale der Jugend setzte sich Timor Kemper gegen Marc Schulze Temming-Hanhoff durch und konnte seinen Titel verteidigen. Die Herrenkonkurrenz war dagegen recht spärlich besucht, so dass die Schüler Hendrik Passe, Lukas Hartmann und Simon Paul Jamroszczyk die Gelegenheit nutzten und dort auch mitmischten; für Passe sprang sogar der zweite Platz in der B-Klasse heraus, die Niko Janzen gewann. Nach drei Siegen in Serie wurde diesmal Stephan Bothe entthront. Er schied im Viertelfinale gegen Mannschaftskollege Reinhard Rothe aus. Neuer Vereinsmeister wurde Matthias Kaltmeier. Die größte Überraschung gelang aber eindeutig Rainer Hartmann aus der Vierten Mannschaft, der die hohen Punktevorsprünge im Vorgabeturnier nutzte und bis ins Finale einzog. Roman Lakenbrink scheiterte knapp im Halbfinale am Kaltmeier und wurde wie Rothe mit dem dritten Platz ausgezeichnet. Im Doppel ging der Titel ebenfalls an Kaltmeier, der diesmal an der Seite mit Rainer Hartmann das Finale gegen Andy Asche und Dennis Seeger gewann.

Dienstag, 13 Dezember 2016 17:36

Geheimtraining im Kopf: Mental starke Grevener gewinnen 9:6

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Greven - 

Stephan Bothe war just schon dabei seine Trainingsjacke wieder auszuziehen, um sich aufzuwärmen, für die Abschlussdoppel. Soeben hatte Rajeevan Sithamparanathan den dritten Satz abgegeben, und auch Matthias Kaltmeier war schon dabei, seinen Kontrahenten höflich zurück ins Spiel zu bitten. Irgendwie aber hat sich in den Köpfen der Grevener diese Niemals-aufgeben-Mentalität eingenistet.

Von Ulrich Schaper

Und zwar gepaart mit einem feinen Gespür für die Situation: Sithamparanathan, ansonsten dafür bekannt die Punkte für den Gegner gleich mitzumachen, bewies sein neu entdecktes Taktik-Geschick und erlaubte es dem Gast aus Avenwedde seinerseits die spielentscheidenden Fehler zu machen. Als dann auch noch Matthias Kaltmeier einen 7:10-Rückstand im Schlusssatz umbog und mit 14:12 triumphierte, ließ Bothe seine Trainingsjacke getrost zu Boden sinken: Mit 9:6 hatten die Gastgeber der DJK ihre Außenseiterchance genutzt und den Tabellenvierten aus Avenwedde geschlagen. Auch für Bothe war der Arbeitstag nach 3:48 Spielzeit beendet.

Unglaubliche 3:48 Stunden Spielzeit

„Jetzt stehen wir voll im Soll“, freute sich Kapitän Matthias Kaltmeier, dessen Team sich mit dem zweiten Sieg hintereinander auf Rang acht der Tabelle vorgeschoben hat. „Natürlich dürfen wir uns darauf nicht ausruhen, aber so können wir schon etwas entspannter ins neue Jahr gehen. Wir haben zuletzt Spiele verloren, die wir hätten gewinnen sollen – dafür haben wir solche Begegnungen für uns entschieden, in denen wir krasser Außenseiter waren.“

Greven - 

Durchatmen bei den Tischtennis-Herren der DJK: Am vergangenen Wochenende holte der Verbandsligist im Keller-Duell die so wichtigen Punkte gegen den direkten Konkurrenten aus Mennighüffen. So richtige Weihnachtsstimmung mag bei den Blau-Weißen aber nicht aufkommen, noch steht das Team um Kapitän Matthias Kaltmeier auf einem Abstiegsrang.

Dienstag, 06 Dezember 2016 12:21

Grevens Gefühlskirmes

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greven - 

„Herrje, is‘ dat wieder spannend!“ Nicht nur die beiden älteren DJK-Fans fühlten sich am Sonntag emotional durchgeschüttelt. Auch die Tischtennis-Verbandsligaherren erlebten ein Auf und Ab der Gefühle. Die Partie gegen Mennighüffen ging bis zur letzten Patrone – und die hatte Greven.

Von Stefan Bamberg
 
Sonntag, 13 November 2016 20:46

Der nächste Krimi

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Die Erfolgsgeschichte vom vergangenen Sonntag konnte die DJK BW Greven nicht wiederholen. Mit 7:9 verloren die Tischtennis-Herren in Hiltrup. Große Leistungsunterschiede gab es jedoch nicht - das war auch der Grund dafür, dass der Krimi 225 Minuten dauerte. Da sage noch einer, die dreieinhalb Stunden am letzten Wochenende wären lang gewesen. Samstagabend, 22 Uhr in Hiltrup – nach Hause gehen sie noch lange nicht. Der nächste Verbandsliga-Krimi für die DJK Blau-Weiß Greven. Diesmal allerdings einer, der nicht gut endet. Nach unglaublichen 225 Spielminuten stand fest: Die Blau-Weißen haben den Kürzeren gezogen – in einem Match, das bis zum bitteren Ende ging: Mit einem 7:9 beim TuS Hiltrup, der knappsten aller Tischtennis-Niederlagen, trat Greven die nicht allzu weite Heimreise an. Die Festung Hiltrup – wo die DJK schon öfter in Schwierigkeiten geriet – brach nicht zusammen. Aber sie wackelte: „Das war eine Partie auf des Messers Schneide“, erzählte Stephan Bothe, Grevens Nummer drei. Wie Bothe das Ergebnis fand? „Sehr ärgerlich, ein Punktgewinn wäre allemal möglich gewesen.“

Dass das nicht klappte, hatte vor allem einen Grund: In mehreren Duellen gaben die Grevener teils deutliche Vorsprünge noch aus der Hand, erstmals gleich in den Anfangsdoppeln: Torsten Radke und Rajeevan Sithamparanathan führten mit 2:0 – und verloren noch mit 2:3. Dann Radke in seinem Einzel: 2:1 vorne gegen den irakischen Nationalspieler Alber Romel, am Ende unterlegen. „Torsten hat stark gespielt, war aber irgendwie unser Pechvogel“, meinte sein mitfühlender Teamkollege.

Noch ein drittes Mal wurde Radke die zweifelhafte Ehre eines Entscheidungssatzes zuteil – wieder reichte es nicht. Beinahe ein bisschen tragisch.

Noch tragischer, dass auch seine Sportskameraden das Blatt letztlich nicht wenden konnten: Reinhard Rothe, nach wie vor angeschlagen, machte noch keinen Stich, auch Sithamparanathan blieb solo chancenlos. Blütenweiß glänzten zwar die Einzel-Westen von Bothe, Kapitän Matthias Kaltmeier und dem starken Top-Mann Max Haddick, der gar Hiltrups „Eins“, Peter Anders, stoppte – nicht schlecht. Reichte aber nicht, weil das Schlussdoppel mit 0:3 in die Binsen ging. Niederlage statt Remis – die Erfolgsgeschichte vom letzten Sonntag wiederholte sich nicht.

Von Stefan Bamberg - WN

Dienstag, 08 November 2016 13:21

Reinhard Rothe ist DJK-Sportler des Jahres

geschrieben von

Greven. Er gehört mit seinen 61 Lenzen zwar zu den älteren Semestern seines
Faches, keinesfalls jedoch zum alten Eisen. Schließlich spielt der an Nummer
zwei gesetzte Reinhard Rothe beim Tischtennisverbandsligisten DJK Blau-Weiß
Greven eine tragende Rolle. 

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