Sonntag, 08 Mai 2016 21:41

Aufstieg in die Verbandsliga

Die dritte und letzte Chance, den Aufstieg in die Verbandsliga zu realisieren, haben sie genutzt, die Herren des Tischtennis-Landesligisten DJK Blau-Weiß Greven. In einem hochklassigen und teilweise dramatischen Match wurde der TuS Dortmund-Rahm mit 9:6 bezwungen und da die Dortmunder Vorstädter dann anschließend auch dem dritten Bewerber der Relegation, der TSG Harsewinkel mit 7:9 unterlagen, war der Aufstieg bereits vorzeitig perfekt. Da zwei Plätze in der Verbandsliga frei waren, mussten die beiden Sieger des Samstages dann nicht mehr am Sonntagmorgen gegeneinander antreten, sondern konnten den Aufstiege ausgiebig feiern.

Vor dem Spiele gegen Rahm herrschte bei den DJKlern spürbare Nervosität. Nachdem man zwei Aufstiegschancen durch zwei Niederlagen am Ende der regulären Saison vergeben hatte, wollte man diese Möglichkeit, über die Relegation unbedingt nutzen. Da die Doppelstärke der Dortmunder bekannt war, tüftelten die Blau-Weißen, zumal Spitzenspieler Milan Heidkamp aus beruflichen Gründen fehlte, eine besondere Taktik aus. Reinhard Rothe und Matthias Kaltmeier, die zuletzt am stabilsten und zuverlässigsten gespielt hatten, bildeten erstmalig in dieser Spielzeit das Doppel 1 und Christian Pfingstl kam nur im Doppel 3 mit Stephan Bothe zum Einsatz, während Peter Everding die Position sechs im Einzel besetzte. Gleich vorweg gesagt: Die Taktik ging zu 100% auf. Sowohl Rothe/Kaltmeier als auch Bothe/Pfingstl kamen zu großartig erspielten 3:0-Siegen und brachten, bei einer Niederlage von Radke/Sithamparanathan die Gastgeber mit 2:1 in Führung. Reinhard Rothe (3:0 gegen Stein) und der auf die Minute endlich wieder topfitte und überzeugende Stephan Bothe bezwang den Spitzenspieler der Rahmer, Marc Breiter, selbst nach teilweise hohen Rückständen mit 3:1 Sätzen. Doch dieser schnellen Führung folgte gleich die Ernüchterung; Rajee Sithamparanathan unterlag denkbar knapp mit 9:11 im fünften Satz und Torsten Radke (vor einigen Tagen Vater geworden) merkte man den Schlafmangel doch erheblich an, er blieb chancenlos gegen Josipovic. Also nur noch 4:3 für die DJK. Kapitän Kaltmeier wurde dann seiner Favoritenrolle gegen Wickenkamp souverän gerecht, doch Peter Everding konnte, trotz guter Leistung, gegen Thienel nichts ausrichten, also 5:4. Im Duell der Spitzenspieler Reinhard Rothe gegen Marc Breiter dann weitegehend chancenlos, doch der an diesem Tage herausragende Stephan Bothe ließ auch dem Dortmunder Stein keine Möglichkeiten. Nun also 6:5. Auch im mittleren Paarkreuz teilte man sich die Punkte. Während Rajee Sithamparanathan seinen zweiten "Krimi" bestritt, diesen aber mit 11:9 im fünften Satz für sich entscheiden konnte, stand Torsten Radke auch in der zweiten Begegnung etwas "neben sich" und unterlag erneut 0:3. Spielstand 7:6. Gottseidank haben die DJKler in solch entscheidenden Situationen einen Mann, auf den sie sich verlassen können: Matthias Kaltmeier! Der Kapitän ging mit einer starken Vorstellung voran und sorgte für das 8:6. Und nun, zum Ende hin, kam dann der große Auftritt von Peter Everding. Natürlich hatte man sich bei den Grevenern erhofft, dass er Wickenkamp besiegen könnte, doch der Anfang sah alles andere als gut aus. 6:11 hieß es im ersten Satz gegen den Grevener Defensivspieler. Doch mit der ihm eigenen Ruhe, Beharrlichkeit und Geduld kam er immer besser ins Spiel, schaffte den Satzausgleich und drehte schließlich die Partie zum 3:1 Erfolg und zum 9:6 Endstand. Damit war den DJKler der Start geglückt, doch noch war nichts entschieden. Die Entscheidung folgte dann am späten Abend, als der TuS Rahm auch seine zweite Begegnung, gegen die TSG Harsewinkel mit 7:9 verlor. In diesem Moment jubelten dann nicht nur die Harsewinkeler, sondern auch die Grevener, denn damit hatten beide Teams den Aufstieg geschafft.

Eine gute Zuschauerkulisse, eine von Monika Bothe großartig organisierte und vom Publikum stark frequentierte Cafeteria rundeten ein tolles Tischtenniserlebnis in der Emssporthalle ab.

Auf die neue Saison, in der Verbandsliga! Die Frage ist nur, ob die Stadt ihrem sportlichen Aushängeschild ein der Liga angemessenes Umfeld (eine andere, größere Halle) bieten kann; die Martiniturnhalle erscheint dafür nicht geeignet.

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Nach den verpaßten Chancen in der Meisterschaftssaison 2015/2016, in der die Landesligaherren der DJK Blau-Weiß Greven lange Zeit Tabellenführer waren, aber an den letzten drei Spieltagen noch zwei Niederlagen kassierten und so nun "nachsitzen" müssen, um den Aufstieg in die Verbandsliga doch noch nachträglich in der Relegation zu schaffen. "Zwei aus Vier" heißt das Motto, der in Greven stattfindenden Veranstaltung. Vier Landesligavizemeister kämpfen um zwei Aufstiegsplätze.

Da wäre zunächst der TuS Dortmund-Rahm, der mit Marc Breiter über einen sehr guten Spitzenspieler verfügt und deren andere Teammitglieder sehr ausgeglichen sind. Davor müssen sich die Grevener nicht unbedingt "fürchten", doch absolut überragend spielen die Dortmunder Vorstädter Doppel. Zwei Doppel (Breiter/Markowsky und Josipovic/Thienel) weisen eine unglaubliche Rückrundenbilanz aus, nämlich 26:0 ! und da die Doppel zuletzt nicht unbedingt die Stärke der Blau-Weißen waren, macht das die Begegnung zum Auftakt der Relegationsrunde besonders schwierig.

Der zweite Gegner der DJKler, das Team der TTU Bad Oeynhausen II, hat auf die Relegation verzichtet. Somit entfallen diese Spiele.

Und schließlich treffen die Grevener am Sonntagmorgen dann auf die TSG Harsewinkel, die mit Adrian Große-Freese über den besten Einzelspieler der gesamten Relegation verfügt, die daneben mit Nils Becker noch eine weiteren Topspieler aufbieten kann, bei den aber nicht klar ist, ob der lange verletzte Alexej Martens wieder einsatzbereit ist oder nicht. Mit ihm sind die Harsewinkeler sicher auch schwer zu bezwingen, ohne ihn würden die Chancen für die Gastgeber aber erheblich steigen.

Grundsätzlich kann die DJK Blau-Weiß Greven den Sprung unter die ersten beiden schaffen, aber dazu muß man die Nerven besser im Griff haben, als am Saisonende. Nur wenn das gesamte Team komplett seine Leistung abruft, ist der Aufstieg möglich. Auch in den Doppeln werden sich die Gastgeber steigern müssen, denn ansonsten läuft man Gefahr, immer mit Rückstand in die Begegnungen zu starten.

Der DJK-Kader für die Aufstiegsspiele:

1 Milan Heidkamp

2 Reinhard Rothe

3 Stephan Bothe

4 Torsten Radke

5 Rajeevan Sithamparanathan

6 Matthias Kaltmeier

7 Peter Everding

8 Christian Pfingstl

Die Spielreihenfolge hat der Westdeutsche Tischtennisverband wie folgt, festgelegt:

Sa, 7.5.16        15.00 Uhr        DJK BW Greven - TuS Rahm

                        18.30 Uhr        TSG Harsewinkel - TuS Rahm

So, 8.5.16        10.00 Uhr        DJK BW Greven - TSG Harsewinkel

Das Spiellokal ist diesmal die Emssporthalle (Lindenstraße 53, 48268 Greven)

Natürlich hoffen die DJKler, wie zuletzt, wieder auf zahlreiche Fans, die die Mannschaft lautstark unterstützen. Für das leibliche Wohl der Zuschauer ist in Form einer Cafeteria gesorgt, die hoffentlich auch gut frequentiert wird.

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