DJK Fußball

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Donnerstag, 03 März 2016 19:41

Stühlerücken in der Emsaue

Schmitte geht – Talmann übernimmt. In heimischer Emsaue sind sie in dieser Saison noch ungeschlagen. Und spätestens durch den 2:0-Erfolg gegen den bis dato ungeschlagenen Tabellenführer haben die Fußballer der DJK ihren Anspruch untermauert, ein ernstes Wort um den Aufstieg in die A-Liga mitzusprechen. Dem sportlichen Höhenflug zum Trotz vermeldet der Verein eine Zäsur. Nach fast vier Jahren auf der Trainerbank der Blau-Weißen hat Matthias „Eddy“ Schmitte seinen Rückzug erklärt. Unabhängig vom Saisonausgang ist für ihn im Sommer Schluss. Dann übergibt er den Staffelstab an Peter Talmann.

DJK-Abteilungsleiter Norbert Gellenbeck hätte gerne noch eine weitere Saison mit dem Trainer zusammen gearbeitet, mit dem die DJK sportlich gute Zeiten erlebt. Seit dem Abstieg vor vier Jahren klopft die fast ausschließlich aus eigenem Nachwuchs bestückte Mannschaft Jahr für Jahr an die Tür zur A-Liga. Besonders aussichtsreich erscheint die Rückkehr in dieser Saison. Dennoch mag Eddy Schmitte nicht um ein weiteres Jahr verlängern. Leichtgefallen ist ihm diese Entscheidung offenbar nicht. „Erste Gespräche haben wir im Winter geführt“, berichtet der scheidende Trainer. Schließlich sei in ihm die Überzeugung gereift, der Punkt für einen Wechsel sei gekommen. Bis zu diesem Punkt im Sommer will er noch Erfolgsgeschichte schreiben mit dem angepeilten Aufstieg. „Ich glaube, etwas Gutes zu hinterlassen“, ist der Trainer, der über eine enge Bindung an den Verein verfügt, zuversichtlich.

Auf Schmitte folgen wird im Sommer jemand, der ebenso über diesen Stallgeruch verfügt. Peter Talmann (61) ist seit zehn Jahren für die DJK tätig. In dieser Saison kümmert sich der A-Lizenz-Inhaber um den personellen Unterbau, die mit vielen Nachwuchsspielern gespickte Reserve. „Ich möchte die gute Arbeit von Eddy fortführen“, kündigt Talmann an, auf dem eingeschlagenen Kurs seines Vorgängers zu bleiben. Außerdem will er sportliche Akzente setzen: „Die Mannschaft hat mindestens das Potenzial Kreisliga A zu spielen“, betont der kommende Trainer und setzt auf eine spielerische und taktische Weiterentwicklung.

Anders als Eddy Schmitte wird Peter Talmann an seiner Seite einen Co-Trainer haben. Auch der ist ein bekanntes Gesicht bei der DJK. Peter Lakenbrink will nicht nur die Trainingsarbeit unterstützen, sondern nach langer Verletzungspause auch auf dem Feld wieder Akzente setzen.

Mit Peter Talmann rückt bei den DJK-Fußballern ein Mann ins erste Glied, der dem Verein eng verbunden ist. Der 61-Jährige trainiert in der zweiten Saison die zweite Herrenmannschaft in der Kreisliga C. Zuvor zeichnete Talmann für die A- und B-Jugendmannschaften des Vereins verantwortlich. Weitere Trainerstationen des A-Lizenz-Inhabers waren der SC Reckenfeld und Burgsteinfurt.

Interview mit Eddy Schmitte:

In Anbetracht der Aussicht auf den A-Liga-Aufstieg erscheint der angekündigte Trainerwechsel überraschend. Wie ist es zu der Entscheidung gekommen?

Schmitte: Ich bin der Überzeugung, dass zum Saisonende der ideale Zeitpunkt ist für einen Wechsel. Ich glaube, es ist der Punkt gekommen, wo frischer Wind und eine neue Ansprache gut tun werden. Außerdem möchte ich nicht den Punkt verpassen, rechtzeitig aufzuhören. Mir ist es lieber, der eine oder andere sagt, es ist schade, dass er geht.

Besteht nicht die Gefahr, dass die Nachricht vom Trainerwechsel Auswirkungen auf die im Moment positive sportliche Entwicklung hat?

Schmitte: Ich hoffe nicht, dass die Entscheidung Auswirkungen auf den weiteren Saisonverlauf hat. Der Trainer ist sicherlich eine zentrale Figur, aber mit ihm darf nicht alles stehen und fallen. Ich freue mich auf die übrige Saison, die idealerweise positiv endet.

Gibt es schon Pläne für die kommende Saison?

Schmitte: Mit der Thematik habe ich mich noch gar nicht beschäftigt. Wenn sich jemand bei mir meldet, werde ich mal schauen.

von Sven Thiele

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Dem FC Chemnitz, mit dessen Spielern sie am Samstag Hand-in-Hand in das Preußen-Stadion einliefen, brachten die U8-Junioren der DJK nicht das nötige Glück, um drei Punkte mitzunehmen. In der Drittliga-Partie behielt Gastgeber SC Preußen Münster mit 3:1 die Oberhand. Im eigens organisiertem Bus angereist, verfolgten die Auflaufkinder Ben Luis, Nick, Luca, Cord, Julian, Lennard, Luan, Benjamin, Ernes, Henri und Nils zusammen mit ihren Trainer Maximilian Jakobs und Dirk Pauly sowie ihren Eltern die Partie.

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Montag, 29 Februar 2016 21:23

D1: Wichtiger Sieg beim SV Havixbeck

Am 5. Spieltag reiste die D1 der DJK mit einer gewissen Vorfreude, aber auch mit einer kleinen Portion Wut im Bauch zu den Gastgebern aus Havixbeck, denn die waren schließlich nach einem Sieg gegen die DJKler in der Qualifikationsrunde mit dafür verantwortlich, dass die Hauptrunde knapp verfehlt wurde. Wiedergutmachung war also angesagt, und deshalb gingen die Jungs des Trainerteams Torben Mais und Steven Beinker hoch motiviert und konzentriert ins Spiel. In einem spannenden Match spielten sich die Blau-Weißen mehr Chancen heraus als die Havixbecker, die lediglich von einigen Fehlern der DJKler im eigenen Aufbauspiel profitierten. Den verdienten Siegtreffer erzielte schließlich Julian Bader in der 45. Minute nach einem tollen Zuspiel von Kevin Gellenbeck, der sich zuvor gegen vier Gegenspieler durchsetzen konnte. Besonders hervorzuheben ist nicht zuletzt auch die Defensivarbeit der Grevener, vor allem durch den extrem starken Elias Grabbe, der wieder mal bewiesen hat, wie wichtig er für die Mannschaft geworden ist und nicht einen Zweikampf verloren hat. Auch alle anderen Spieler haben, wie Torwart Gerrit Schlautmann, eine tolle Partie gespielt. Durch den 1:0-Sieg konnte sich das Team der DJK auf Tabellenplatz 4 vorschieben.

Sonntag, 28 Februar 2016 21:57

Spitze rückt enger zusammen

Lange sah es so aus, als würde sich die Meisterschaft in der Kreisliga B1 bereits kurz nach der Winterpause entscheiden. Nach dem Spitzenspiel zwischen der DJK Blau-Weiß Greven und dem TuS Altenberge II gibt es berechtigte Hoffnung, dass sich nun doch keine Langeweile ausbreitet. 17 Spieltage schien es so, als könne nichts und niemand die B-Liga-Fußballer vom TuS Altenberge II auf ihrem direkten Weg zur Meisterschaft aufhalten. Doch seit Sonntag, dem Spieltag Nummer 18, weiß auch der Tabellenführer, wie es sich anfühlt, den Platz als Verlierer zu verlassen. Verfolger DJK Blau-Weiß gelang das Kunststück, Altenberge zum ersten Mal in dieser Saison zu Fall zu bringen. Durch das 2:0 (1:0) verteidigte das Team von Matthias Schmitte im Fernduell mit Germania Mauritz seinen zweiten Platz. Und stellte zugleich wieder Sichtkontakt zur Spitze her. Zwar beträgt Altenberges Vorsprung noch immer satte sieben Punkte, doch bei einem Spiel weniger kann die DJK den Vorsprung weiter schmelzen lassen.

Was sich vergangene Woche beim schmeichelhaften 2:2 gegen den SC Greven 09 II bereits angekündigt hatte, setzte sich am Sonntag fort. Der vom ehemaligen 09er Serdar Hizlitürk trainierte TuS Altenberge wirkte so, als habe er die überragende Form der Hinrunde nicht über den Winter hinweg konservieren können. Zwar gab der Tabellenführer in einem rassigen Spitzenspiel über weite Strecken den Ton an, doch die entscheidenden Nadelstiche setzte der Verfolger. Mit seinem Treffer zum 1:0 verschaffte Torben Mais der DJK bereits in der 13. Minute die bessere Ausgangsposition. Zudem ließen die von Personalsorgen geplagten Grevener mit Jonas Averbeck, Jan Drees, Daniel Volk und Marius Watermeyer in der Defensive wenig anbrennen. Und im Falle eines Falles war Verlass auf David Wiethölter, der am Sonntag überragend parierte. Schließlich war es an Maurice Seikowski, Grevens 14. Saisonsieg und Altenberges erste Saisonniederlage zu besiegeln. In der 86. Minute traf er zum 2:0, durch den die DJK zuhause ungeschlagen bleibt und ihren Trainer hoffen lässt: „Wir wollen diesen Sieg in den nächsten Wochen vergolden.“

Von Sven Thiele

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Im Rahmen der Hallenwinterrunde gelang den DJK-Spieler/-innen in Handorf ein Sieg, drei Unentschieden und eine Niederlage. Nach mehreren kurzfristigen Absagen reiste die Mannschaft mit nur einem Auswechselspieler an. Mit umso größerem Einsatz und Konzentration gingen alle in die Spiele und begeisterten Eltern und Trainer.

Am Sonntag trat die U10.2 der DJK Blau-Weiß Greven zum letzten Spieltag der Hallenwinterrunde an. Schon in der ersten Partie kündigte sich an, dass die Jungs sich viel vorgenommen hatten: Ein 5:1-Auftaktsieg bei nur 10 Minuten Spielzeit war schon sehr sehenswert. Auch im weiteren Turnierverlauf überzeugten die DJKler und mussten sich nur dem späteren Tages- und Gesamtsieger knapp mit 1:2 geschlagen geben. In der Endabrechnung platzierten sie sich als Tagesdritter insgesamt auf Platz 4 in einer sportlich sehr ausgeglichenen Gruppe.

Sonntag, 21 Februar 2016 11:23

Ascheplatz unbespielbar

Witterungsbedingt sind alle heutigen Spiele (So., 21.02.) auf dem Ascheplatz abgesagt worden.

Die DJK-Fußballer haben Großes vor. Das lässt der Blick auf den Vorbereitungsplan erahnen, den Matthias Schmitte mit seiner Mannschaft seit drei Wochen abarbeitet: Fünf Trainingseinheiten pro Woche hat der Übungsleiter anberaumt. „Einige Spieler sehen mich derzeit häufiger als ihre Freundin“, sagt er. Wenn das nicht nach Ärger riecht... Die Entschlossenheit beim B-Ligisten scheint groß, den perspektivreichen Tabellenplatz zwei mit allen Kräften zu behaupten. Und auch die personellen Alternativen klingen verheißungsvoll. Doch es gibt auch Stolperfallen.

Warum die DJK Blau-Weiß in ihrer vierwöchigen Vorbereitung Vollgas gibt, erklärt das Programm, mit dem die Winterpause endet. Am kommenden Sonntag bekommt es die Mannschaft zunächst mit dem letzten ernsthaften Verfolger im Kampf um Platz zwei zu tun. Überhaupt dürfte sich an der B-Liga-Spitze nahezu alles um diese Position drehen. Während Tabellenführer Altenberge (48 Punkte) der Konkurrenz bereits enteilt ist, verbleiben für den Zweikampf um die Vizemeisterschaft und eine mögliche Aufstiegsrelegation nur noch die DJK (39) und Germania Mauritz (37). Das Feld dahinter, das vom SC Greven 09 II (31) angeführt wird, scheint ebenfalls abgehängt zu sein.

„Das Mauritz-Spiel ist ein wichtiger Fingerzeit“, betont Schmitte die Bedeutung des Ausgang dieser Partie. Im Falle eines Heimerfolges könnte sein Team den Vorsprung auf fünf Punkte ausbauen, um dann in der Woche darauf ohne großen Druck beim verlustpunktfreien Tabellenführer Altenberge vorstellig zu werden. Was auch die intensive Vorbereitung erklärt. Ein erster Probelauf gegen Teuto Riesenbeck II (5:2) ist geglückt, das zweite Testspiel gegen den SC Hörstel ist am vergangenen Samstag ausgefallen. „Das reicht aus meiner Sicht“, begnügt sich Schmitte mit vergleichsweise wenigen Vorbereitungsspielen.

Eingespielt ist sein Team ohnehin. Personell gibt es nämlich keine Veränderungen im Vergleich zur Hinrunde. Allerdings muss Schmitte zunächst ohne Ersatzkeeper Hendrik Mester planen, der sich einen Kreuzbandriss zugezogen hat. Außerdem laboriert Stefan Woita an einer Sprunggelenkverletzung und muss mehrere Wochen pausieren. Obwohl sich damit die Zahl der Ausfälle mit Nils Niehues, Oliver Wiethölter und Bernd Block auf sechs erhöht, bereitet die Personaldecke dem Trainer wenig Sorgen. Auch weil Marcel Brands nach überstandener Verletzung wieder im Kader steht, verfügt Matthias Schmitte noch immer über 23 Spieler. „Uns zeichnet eine gute Mischung aus“, freut sich der Trainer über diese Konstanz und gibt sich zuversichtlich, dass genau diese Spieler es richten und die großen Pläne erfolgreich meistern werden.

Ob es am Ende für den Aufstieg reichen könnte? An diesem Punkt gibt sich Schmitte betont zurückhaltend. „Es gibt noch zu viele Unsicherheiten“, verweist der DJK-Trainer auf die ungeklärte Frage, was der zweite Tabellenplatz in der Endabrechnung Wert ist. Ebenfalls unbeantwortet bleibt die Frage nach der Zukunft Schmittes bei der DJK, für die er im vierten Jahr sportlich verantwortlich ist. Zum Auftakt am 21. Februar wollen sich Verein und Trainer erklären, wie es nach dieser B-Liga-Saison weitergeht.

Von Sven Thiele

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Die Bagger können rollen: Warum die DJK-Mitglieder mit großer Mehrheit den Startschuss geben für ehrgeizige Bauprojekte in der Emsaue. Mit deutlicher Mehrheit und nur drei Gegenstimmen entschieden sich die Mitglieder der DJK BW Greven am Sonntag bei einer außerordentlichen Versammlung für den Bau von vier Tennisplätzen. Nun kann mit den konkreten Planungen und Umbaumaßnahmen begonnen werden.

Bereits ab dem 1. Mai sollen die ersten Sportler des ehemaligen Top Tennis-Vereins die Plätze in der Emsaue in Betrieb nehmen können. Im Zuge dessen werden auch die Duschen sowie Parkplätze erweitert. Zusätzlich sollen die Tennisspieler einen eigenen Aufenthaltsraum – direkt neben dem Gebäude der DLRG – bekommen. Viele Mitglieder hatten am Sonntag enorme Zweifel, dass das Konzept so kurzfristig umgesetzt werden kann – nicht einmal drei Monate soll es bis zur Eröffnung dauern. Doch diese Zweifel konnte Rainer Koch aus dem DJK-Präsidium schnell beseitigen: „Die Verhandlungen für den Kauf der 3374 Quadratmeter sind bereits geführt. Es bedarf nur noch der Zustimmung. Ebenfalls könnte ab Montagmorgen mit dem Roden der Fläche begonnen werden.“

Auch der Schul- und Sportausschuss hat bereits Ende Januar über den geplanten Umbau diskutiert. „Selten hat die Stadt einem Vorhaben ohne Probleme und mit so großer Mehrheit zugestimmt“, erklärte Koch weiter. Auch für die Fußballer hat sich die Abstimmung am Sonntag gelohnt: Der inzwischen baufällige Tennenplatz wird zu einem Kunstrasenplatz umgebaut. Einen besonderen Dank sprach der stellvertretende Vorsitzende des Bereichs Sport, Reinhard Rothe, der Turn- und Gymnastikabteilung aus: „Silke Schlautmann und Sandra Weddeling haben die Bereiche Turnen und Gymnastik sowie Elternkind- und Kleinkindturnen einen großen Schritt nach vorne gebracht.“

Damit auch in Zukunft das Angebot vergrößert werden kann, soll im dritten Schritt eine Mehrzweckhalle gebaut werden. Die finanzielle Frage konnte schon im Vorfeld geklärt werden. Knapp 750 000 Euro wird die DJK für die ersten beiden Vorhaben investieren müssen – 268 000 Euro für die Tennisplätze samt Parkplätze, Warte- und Regenschutzhaus sowie für den Architekten.

„486 000 Euro haben wir für den Kunstrasenplatz einkalkuliert“, verriet Dirk Epping, der für den Bereich Finanzen zuständig ist. Für beide Bauabschnitte wird der Verein ein Darlehen aufnehmen, das durch Sponsoring sowie Beiträge getilgt werden soll. „Ebenfalls erklärte sich die Stadt bereit, eine Teilbürgschaft zu übernehmen“, so Epping weiter. Nach dem eindeutigen Ergebnis am Sonntag steht der Sportstättenentwicklung nichts mehr im Wege und die DJK kann ihr Konzept „Wir in der Emsaue“ weiter verfolgen.

Von Marleen Meyerhoff

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Die Landesliga-Herren der DJK BW Greven eilen derzeit von Sieg zu Sieg. Fast logisch, dass sie nun auch die Tabellenspitze erobert haben. Einer, der beharrlich seine Punkte abliefert, ist Matthias Kaltmeier. Der Grevener spielt an Position sechs und ist seit Monaten ungeschlagen. 20:0 lautet seine imposante Bilanz. Im Gespräch mit Sportredakteur Ulrich Schaper sprach er über einen möglichen Aufstieg und seine beeindruckende Siegesserie.

Herr Kaltmeier, Sie haben nun 20-Einzel-Siege in Serie gefeiert, was bedeutet Ihnen diese Zahl?

Matthias Kaltmeier: Das freut einen natürlich schon. Jeder gewinnt ja gerne. Und so eine Serie hat man nicht oft in seiner Laufbahn. Ich weiß, dass ich für die Position, an der ich aufgestellt bin – also im unteren Paarkreuz – sehr gut bin. Diese Konstanz hat mich dann aber auch selbst überrascht. Vor allem, weil ich ja mit zwei Niederlagen in die Saison gestartet bin.

Fühlen Sie sich durch diese Serie jetzt unter Druck gesetzt? Haben Sie das Gefühl, immer gewinnen zu müssen?

Matthias Kaltmeier: Natürlich hat man immer den Ansporn, zu gewinnen. Ich will ja der Mannschaft durch meine Siege auch helfen. Ich merke das aber nicht, dass ich da jetzt einen besonderen Druck habe. Bei einigen Gegnern, die das wissen, merkt man, dass die besonders heiß sind, dieser Serie ein Ende zu setzen. Das ist für mich allerdings wiederum eine Motivation, das nicht zuzulassen.

Sie sind auf der Position sechs gesetzt, um Siege einzufahren. Haben Sie schon mal daran gedacht – aufgrund ihrer Leistung – ins mittlere Paarkreuz zu rücken?

Matthias Kaltmeier: Dem sind durch die Verbandsstatuten ja auch gewisse Grenzen gesetzt. Von der Leistung her könnte ich sicher auch im mittleren Paarkreuz spielen. Dort haben wir aber auch zwei gute Leute, die ihre Leistung bringen. Für die Mannschaft macht es mehr Sinn, dass ich dort spiele, wo ich derzeit gesetzt bin.

Wie viel Aufwand betreiben Sie, um die momentane Leistung abrufen zu können?

Matthias Kaltmeier: Wir haben drei Trainingszeiten pro Woche. Ich versuche, zumindest zwei davon wahrzunehmen.

Profitieren Sie auch von den erfahrenen Spielern, wie etwa Reinhard Rothe?

Matthias Kaltmeier: Reinhard ist ja nicht nur als Spieler sondern auch als Trainer erfolgreich gewesen und kann Hinweise geben. Oft sind das Dinge, die man bei sich selbst nicht so einfach identifizieren kann. Das hilft enorm, natürlich. Es ist auch nicht selbstverständlich, dass er diese Leistung so abruft. Er ist einer der ältesten aber auch einer der besten Spieler der Liga.

Hand aufs Herz: Wer gewinnt im Duell Alt gegen Jung?

Matthias Kaltmeier: Meistens Reinhard – mittlerweile gewinne ich aber häufiger.

Wie würden Sie selbst ihr Spiel beschreiben? Es gibt ja Spieler, die wurden wegen ihrer Defensiv- andere wegen ihrer Offensiv-Aktionen berühmt?

Matthias Kaltmeier: Einige Leute sagen, ich hätte ein komisches Spiel. Ich nehme das erst einmal als Kompliment. Ich bin ein relativ ballsicherer Spieler und versuche, wenig eigene Fehler zu machen. Ich habe ein gutes Auge und kann über die Platzierung der Bälle viel Druck machen – ohne wilde Angriffschläge riskieren zu müssen.

Gibt es Siege, die in besonderer Erinnerung geblieben sind?

Matthias Kaltmeier: Dazu zählt sicher der sehr glückliche Sieg gegen unseren ehemaligen Spieler Michael Wenk. Das Spiel hätte ich eigentlich nicht gewinnen dürfen. Aber so ist das: derjenige, der einen Lauf hat, hat dann auch noch Glück?

Vergisst man irgendwann, wie es sich anfühlt zu verlieren?

Matthias Kaltmeier: Ganz sicher nicht. Dazu verliere ich im Training noch oft genug.

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